Präsident Uchtdorf kommentiert Kontroverse um die Entstehung des Buches Mormon mit „Seherstein-Handy-Vergleich“

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Quelle: Facebook

Am 21. Juni 2016 veröffentlichte Präsident Dieter F. Uchtdorf auf seiner Facebook-Seite eine Aussage über Sehersteine und geht damit auf Kontroversen bzgl. der Buch Mormon Übersetzung ein. In allen HLT-bezogenen Online-Foren die mir bekannt sind und natürlich auf seiner Seite selbst wurde sein „Seherstein-Smartphone-Vergleich“ sehr intensiv kommentiert. Um eines vorweg zu sagen: Ich befürworte, dass Uchtdorf sich als Kirchenführer dieses sehr problematischen Themas annimmt. Viele Beobachter und Betroffene finden dies längst überfällig. Lange Zeit wurde die Behauptung, dass Joseph Smith im Entstehungsprozess des Buches Mormon einen „Seherstein“ in einem Hut und gar nicht direkt die Goldenen Platten oder wie manche sagen den Urim und Thummim genutzt habe, von Kirchenmitgliedern wie Kirchenführern als „antimormonische“ Lüge abgetan. Einige Individuen und ihre Beziehungen und Freundschaften mit kirchentreuen Mitgliedern sind über Auseinandersetzungen u.a. wegen dieser Thematik beschädigt worden. Das Thema ist also für HLTs wichtiger und aktueller denn je und daher hilft es wenn sich möglichst viele eine informierte Meinung darüber bilden. Um dazu beizutragen habe ich mir die Mühe gemacht, Uchtdorfs Aussage in die deutsche Sprache zu übersetzen und weiter unten werden meine Fragen und Anmerkungen zur Diskussion beigetragen. Außerdem hat jeder Leser die Möglichkeit per Kommentar eigene Fragen und Gedanken zu äußern.

Was Uchtdorf schrieb

„Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichte die Kirche Fotos und Hintergrundinformationen über Sehersteine. Verschiedene Leute haben mich seither gefragt: ‚Glauben Sie wirklich, dass Joseph Smith mit Sehersteinen übersetzt hat? Wie ist so etwas überhaupt möglich?‘ Und ich antworte: ‚Ja! Das ist genau das, was ich denke.‘ Dies geschah, wie Joseph sagte: durch die Gabe und Macht Gottes.

Eigentlich benutzen die meisten von uns jeden Tag eine Art ‚Seherstein‘. Mein Mobiltelefon ist wie ein ‚Seherstein.‘ Ich erhalte das gesammelte Wissen der Welt durch ein paar kleine Eingaben. Ich kann ein Foto oder ein Video damit aufnehmen und es mit meiner Familie auf der anderen Seite das Planeten teilen. Ich kann sogar viele verschiedene Sprachen damit übersetzen.

Wenn ich das mit meinem Mobiltelefon schaffe und wenn Menschen dies mit ihren Mobiltelefonen oder anderen Geräten tun können, wie kommen wir darauf zu behaupten dass Gott nicht Joseph Smith, dem Propheten der Wiederherstellung mit seiner Übersetzung helfen könne? Wenn es mir möglich ist, Zugang zum Wissen der Welt durch mein Handy zu erhalten, warum stellt man in Frage dass Sehersteine für Gott möglich sind?

Vielen Religionen haben Objekte, Orte und Ereignisse, die ihnen heilig sind. Wir respektieren die Heiligen Glaubensaspekte anderer Religionen und hoffen ebenso, für unsere eigenen Überzeugungen und das was uns heilig ist respektiert zu werden. Wir sollten niemals arrogant sein, sondern vielmehr höflich und bescheiden. Wir sollten weiterhin ein natürliches Vertrauen haben, denn dies ist die Kirche Jesu Christi.“

Der Facebook-Kommentar im englischen Original

Meine Reaktion / meine Fragen

  1. Warum fokussiert sich Elder Uchtdorf in seiner bisher einzigen Reaktion auf eine Frage, die am problematischsten Aspekt der Seherstein-Thematik vorbei geht: Mangelnde Authentizität in der Erzählung der Entstehungsgeschichte des Buches Mormon und unfaires Verhalten ggü. forschenden Schwestern und Brüdern, die für ihre authentische Darstellung der Kirchengeschichte in der Vergangenheit fälschlich diszipliniert und diskreditiert wurden.
    Da ich die Diskussion zur Entstehungsgeschichte des Buches Mormon schon eine Weile verfolge, habe ich erfahren dass die meisten Bedenken in eine völlig andere Richtung gehen. Das Hauptproblem für viele ist nicht dass ein „magischer“ Stein benutzt wurde oder dass sie nicht an übernatürliche göttliche Mächte glauben können sondern es ist die immer noch fehlende Authentizität in der Erklärung dieses Aspektes der Wiederherstellungsbotschaft: In der Kirche wird bis heute durch Leitfaden-Bilder hunderttausenden Kindern und Missionaren eine werblich geeignete aber faktisch völlig irreführende Vorstellung vom Übersetzungsvorgang vermittelt. Rechts ein Bild aus dem aktuellen Missionsleitfaden „Verkündet mein Evangelium“.

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    Bild von der Buch Mormon Übersetzung aus dem offiziellen Missionarsleitfaden „Verkündet mein Evangelium“ (LDS.org)

    Dass Joseph Smith die Platten nie bei der „Übersetzung“ direkt zu Hilfe nahm und stattdessen in einen Hut mit einem „magischen“ Stein blickte, wird selten bis nie erwähnt und viele Mitglieder (inkl. der Führer und Lehrkräfte, etc.) sind überhaupt nicht informiert darüber. Mit der Veröffentlichung eines Aufsatzes zur Übersetzungsproblematik, einer Aussage von Elder Nelson und mit der längst überfälligen Veröffentlichung des Seherstein-Fotos hat die Kirche in kleinen Schritten heimlich und indirekt eingestehen müssen, dass diese bildliche Darstellung völlig irreführend ist und dass die

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    Akkuratere Darstellung der Übersetzungsvorgänge (mrm.org)

    Übersetzung des Buches Mormon in Wirklichkeit ganz anders ablief: Joseph Smith legte den Seherstein (wohlgemerkt NICHT den Urim und Thummim wie viele Mitglieder meinen könnten) in einen Hut, steckte dann sein Gesicht hinein um die Lichteinstrahlung zu minimieren und las dann angeblich Worte von dem Stein ab. Das Foto links wäre also eine wahrheitsgetreue und glaubhaftere Illustration. Bisher wurde die Behauptung, dass Joseph Smith zur „Übersetzung“ in einen Hut mit einem Seherstein blickte, vielfach von Mitgliedern und Kirchenführern als „antimormonische“ Lüge abgetan und in der Folge wurden viele aufrichtig forschende Individuen diffamiert, diskreditiert und auch exkommuniziert. Dies passiert leider immer noch! Anfang diesen Jahres wurde Jeremy Runnells, der u.a. diese Thematik in seinem CES Letter angesprochen hatte, von seinem Pfahlpräsidenten über ein gegen ihn eingeleitetes Disziplinarverfahren unterrichtet. In dem Verfahren, von dem ein Video existiert, wurden Teile seines CES Letter verlesen, das heißt es ging was die Gründe für das Verfahren anbetraf konkret um den Brief.

    Bedauerlich ist auch, dass durch die unaufgeklärten Widersprüche viele unnötige Konflikte entstanden sind. Viele zwischenmenschliche Beziehungen haben dadurch Schaden genommen. Wer daran zweifelt, lese bitte diese Auflistung familiärer Probleme aufgrund der HLT-Glaubenskrise eines Angehörigen. Wäre es nicht an der Zeit, einzugestehen, dass man hier als Kirche einen Fehler begangen hat und sich bei den Menschen zu entschuldigen, die darunter leiden mussten (und dies immer noch tun)? Wäre es an der Zeit, sich dafür zu entschuldigen, dass man Menschen in die Irre geführt hat bezüglich der Darstellung der Buch Mormon Übersetzung? Wäre es an der Zeit, sich bei den unwissenden, aufrichtigen Missionaren zu entschuldigen, die man aufgrund der falschen Materialien in gewisser Weise zu „unschuldigen Mittätern bzw. Lügnern“ gemacht hat (und immer noch macht)? Die Kirche darf gleich bei mir anfangen, denn auch ich habe aufgrund irreführender Missionsmaterialien unzähligen Leuten erzählt, Joseph hätte in aktiver Verwendung der Platten übersetzt. Ich erzähle Menschen nicht gerne etwas Irreführendes, nur um eine Botschaft besser verkaufen zu können, schon gar nicht wenn es um so ein sensibles Thema wie Kirche geht! Dafür erwarte ich eine Entschuldigung, denn eigentlich müsste ja auch ich mich bei den zahlreichen Menschen entschuldigen, denen ich etwas Falsches erzählt habe.

    Wäre es an der Zeit, den Menschen die man u. a. aufgrund ihrer mutigen und wahrheitsliebenden Äußerungen fälschlicherweise aus der Kirche ausgeschlossen hat, eine Wiedergutmachung anzubieten? Und wäre es nicht wirklich an der Zeit, endlich die PV-Leitfäden, Missionarsleitfäden und sonstige Lehrmaterialien zu ändern? Der oben erwähnte Aufsatz von Elder Nelson stammt aus dem Jahr 1992. Das bedeutet so lange wusste man schon mindestens von den Widersprüchen in unseren Leitfäden. Warum sind in heutigen Lehrmaterialien (also ganze 24 Jahre später) immer noch diese falschen Darstellungen drin, die zwar marketingtechnisch und kurzfristig betrachtet der Kirche Vorteile in Form von besseren Taufstatistiken bringen, aber überhaupt nicht realitätsgetreu sind? Müssen wir uns als Kirche, die sich eigentlich auf die Fahne schreibt, Wahrheit zu verkünden und Familien zusammen zu bringen, hier nicht wesentlich verantwortungsvoller verhalten? Und merken wir nicht langsam, dass die aktuelle Informationspolitik im Zeitalter der sozialen Medien mehr und mehr ins Desaster führt? Diese hat aktuell folgendes Motto: Einem kleinen sorgfältig eingegrenzten Personenkreis ggü. die Wahrheit sagen und behaupten, transparent zu sein, aber allen Anderen weiter die alten Fehlinformationen vermitteln. Ein Diskussionsteilnehmer aus unserer openfaith HLT-Community sagte treffend: Wie viel Lüge darf es in der einzig wahren Kirche geben?

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    Smith’s Bainbridge, N.y., Court Trials and from Occult to Cult with Joseph Smith, Jr. Pamphlet – 1977

    Joseph Smith tat vor der Buch Mormon Übersetzung mit dem Stein Dinge, die für viele ein massives Problem darstellen: Er hat gutgläubigen, zahlenden Kunden fälschlich vorgegeben mit dem Seherstein den Aufenthaltsort verborgener Schätze offenbaren zu können.
    Berichte von Historikern stimmen darin überein, dass keiner von den Schätzen die Joseph Smith gegen Bezahlung durch den Stein lokalisiert hatte wirklich dort zu finden war wo Joseph Smith sagte und er wegen dieses vermeintlichen Betrugs sogar angeklagt, festgenommen und vor ein Gericht in Bainbridge, New York gebracht wurde. Mit anderen Worten: Für seine Nutzung des Buch Mormon Sehersteines wurde Joseph Smith bereits vor der Buch Mormon Übersetzung mit Betrugsvorwürfen vor Gericht gebracht. Wann werden wir diesen wirklich problematischen Aspekt authentisch und offen aufarbeiten? Warum beschäftigen wir uns stattdessen mit dem recht lapidaren Vergleich eines Sehersteines mit einem Mobiltelefon?

  3. Warum geht man nicht auf die berechtigte Sorge aufrichtiger Menschen ein, dass das Buch Mormon
    A picture of a smooth, brown, egg-sized rock is shown in the printer's manuscript of the Book of Mormon following a news conference Tuesday, Aug. 4, 2015, at the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints Church History Library, in Salt Lake City. The Mormon church for the first time is publishing photos of a small sacred stone it believes founder Joseph Smith used to help translate the story that became the basis of the religion. The Mormon church is taking another step in its push to be more transparent, and is releasing more historical documents that shed light on how Joseph Smith formed the religion. (AP Photo/Rick Bowmer)
    Offizielles Foto von Joseph Smiths Seherstein (AP Foto/Rick Bowmer)

    mit einem aus heutiger Sicht „okkulten“ Gegenstand übersetzt wurde?
    In der Kultur und dem Zeitgeist der Entstehungszeit des Buches Mormon gehörten Aberglaube und die breite Akzeptanz übernatürlicher, magischer Phänomene zum

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    Oliver Cowdery mit Wünschelrute (ImagesOfTheRestoration.org)

    Mainstream; frühe Kirchenführer waren ebenfalls stark interessiert und involviert.
    Joseph Smith besaß und benutzte einen Seherstein, um gegen Bezahlung Schätze ausfindig zu machen. Oliver Cowdery besaß eine Wünschelroute für vergleichbare Zwecke. Ich finde die Bedenken von Mitgliedern diesbezüglich sehr berechtigt und würde erwarten, dass man sich auch damit offener von offizieller Seite auseinandersetzt.

    Dass man stattdessen die mangelnde Fähigkeit von Individuen thematisiert, dass Gott nicht einen Stein zu einem Übersetzungsinstrument machen könnte, muss den Betroffenen und denen die sich mit der Thematik auseinandersetzen fast spöttisch vorkommen.

    Fazit

    Elder Uchtdorf ist definitiv eine der Führungspersonen in der Kirche, die sich mehr als andere für Transparenz eingesetzt hat und das will ich auch an dieser Stelle nochmals würdigen. Ich möchte ihn und andere Kirchenführer ermutigen, diesen Weg weiter zu verfolgen. Aber richtet es vielleicht noch mehr Schaden an, wenn wir völlig irrelevante Scheinbedenken ausräumen und damit von der eigentlichen Problematik ablenken? Wir sind es den Betroffenen schuldig, das in Zukunft besser zu machen. Wir sind es letztlich auch allen aufrichtigen Mitgliedern schuldig, die ehrlich und treu ihren Dienst in der Kirche tun. Die Integrität unserer gesamten Botschaft steht auf dem Spiel. Wenn wir so weitermachen, wird sie beschmutzt und beschädigt und verkommt zu einem unauthentischen Marketing-Instrument. Wir belügen und beschädigen damit (wie oben beschrieben) weiterhin viele aufrichtigen Menschen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Dagegen sollten wir etwas tun, indem wir als Kirche einen Umkehrprozess durchlaufen.

    Ich habe tatsächlich (noch) Hoffnung dass mutige Kirchenführer wie Uchtdorf dies vorantreiben werden. Auch sein Sohn Guido Uchtdorf, vor kurzem in die Pfahlpräsidentschaft des Pfahles St. Gallen berufen, macht hier kleine Schritte vorwärts. Vor kurzem durfte ich ihn auf einer Regionalkonferenz der Kirche hören und er ermunterte, sich mit den Aufsätzen der Kirche über schwierige Evangeliumsthemen zu beschäftigen. Er wies explizit auf bestimmte Fragen hin, die dadurch beantwortet würden:
    „Wie fand die Übersetzung des Buches Mormon wirklich statt?“
    „Warum sind bestimmte Bilder die wir Kindern in der PV zeigen nicht akkurat?“
    „Warum gibt es vier verschiedene Versionen der ersten Vision…?“
    etc.

    Ich habe ihm im Anschluss dafür gedankt, dass diese Themen, die viele Familien spalten aber leider so wenig von offizieller Seite thematisiert werden, von ihm in den Fokus gerückt wurden. Ich fand es erfrischend und hatte es so noch nicht erlebt.

     

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Naomi
Gast
Naomi
1 Jahr 5 Monate her
Dass Joseph Smith nicht die ganze Zeit durch den Urim und Tummim geguckt hat bei der Übersetzung des Buches Mormon ist doch eigentlich bekannt, oder? Und dass er einen Seherstein benutzt hat, auch. Dass Joseph Smith mit dem Seherstein Schätze versucht hat zu finden, wusste ich auch schon. Und dass es nicht funktioniert hat, ist auch keine Überraschung. Für mich sieht es so aus, als ob der Stein für den Zweck vorgesehen war, das BM zu übersetzen und bei der Schatzsuche eben nicht funktioniert hat. Joseph Smith war nicht doof, aber in dieser „Geschichte“ schon etwas naiv meiner Meinung nach. Er hatte kein Vorbild, wie man so als Prophet sein sollte und hat vielleicht gedacht „wenn ich mit dem Stein übersetzen kann, kann ich damit vielleicht auch Schätze finden.“ Und dass die Propheten und Apostel nicht unfehlbar sind, hat nie jemand behauptet. Ich gehe davon aus, dass es noch mehr… Weiterlesen »
Hans
Gast
Hans
1 Monat 12 Tage her
Danke Naomi für den Kommentar. Es ist für wahr nicht wirklich von Bedeutung, welche Methode Gott (ich nehme diesen Sammelbegriff und unterscheide bewusst nicht zwischen Christus und dem Vater) für die Übersetzung benutzt hat. In jedem Fall bestätigt sich, dass Gott seine Absichten auf wundersame und seltsame Weise vollbringt, wie dies in den Schriften ja immer wieder ausgedrückt wird. Nehmen wir z. B. Nephi: Hätte Gott ihm die Platten nicht auf andere Weise zugänglich machen können, als dass Nephi zuerst Laban erschlagen musste? Natürlich hätte er das machen können. Aber er hat offensichtlich bewusst diesen Weg gewählt. Warum? Die Lehre des wiederherstellten Evangeliums klärt uns ja ausführlich über den Zweck unseres Erdendaseins auf. Neben dem Umstand, dass wir hier einen physischen Körper erhalten, geht es wohl in erster Linie darum, dass unser Glauben geprüft werden soll sowie die Glaubenskraft, wie wir durch gehorsames Verhalten und treues Dienen unseren Glauben untermauern.… Weiterlesen »
Alexandra
Gast
Alexandra
1 Jahr 5 Monate her

Danke für den Verweis auf Elder Nelson’s Artikel und dass du alles so toll in den Text, als aktive Links, eingefügt hast. – Man sieht du hast viel Arbeit reingesteckt in diesen Beitrag.

Alexandra
Gast
Alexandra
1 Jahr 5 Monate her
– Ehrlich gesagt war mir nur wichtig ein Zeugnis zu bekommen, dass mit der Macht Gottes, unter dem Einfluss des Heiligen Geistes, diese Arbeit verrichtet wurde. – Über das genaue wie, habe ich mir nie Gedanken gemacht, weil es für mich und mein Zeugnis nicht relevant ist. – Was genau ich damit meine, bedarf einer etwas längeren Ausfuehrung, um nicht als Ignoranz fälschlicherweise interpretiert werden zu können. Ich möchte anhand eines Teilaspektes, genauer darauf eingehen, weil ich eine Grundproblematik in der unterschiedlichen Interpretation von Aussagen erkenne. Das Bild, was die goldenen Platten auf dem Tisch liegend zeigt… Joseph Smith davor sitzend, Oliver Cowdery schreibend, was ihm diktiert wurde, habe ich immer rein symbolisch verstanden – nie, dass es genau so sich dargestellt hat, der Prozess des „Übersetzens“, sondern nur als bildliche Darstellung von dem Resultat… nämlich den Platten, woraus das Buch Mormon uebersetzt wurde, und eine Darstellung der Hauptbeteiligten, in… Weiterlesen »
Tobias
Gast
Tobias
1 Jahr 4 Monate her

Die Essays von M. Quinn fand ich immer sehr gut und interessant. Auch stört mich die in der Kirche leider immer noch bestehende Tendenz zu „Geschichtsglättungen“. Obwohl dies in den letzten Jahren m.E. deutlich besser geworden ist. Ich halte es aber nicht für unwahrscheinlich, dass ein zentraler Grund seiner Exkommunikation gelebte Homosexualität war. Dies ist (leider) ein recht klarer Grund, da sich dies m.E. nicht mit der Kerndoktrin vereinbaren lässt.

Zum ursprünglichen Thema: Meines Wissens nach wurde der Hut nur teilweise bzw. in Ausnahmen verwendet. Eine Darstellung in der die Übersetzung mit Hut der Standard wäre ist daher wohl nicht adäquater. Auch die Tatsache, dass Smith als „Dienstleister“ nach Edelmetallen suchte ist in sofern verständlich, als dass er kaum Geld hatte und Leute dies bei ihm anfragten. Es ist ja nicht so, dass er dies proaktiv angeboten hätte.

Hans
Gast
Hans
1 Monat 12 Tage her
Ich bin heute zum ersten Mal auf diese Webseite gestoßen und habe bereits den Kommentar von Naomi kommentiert. Durch das Internet wird man heutzutage mit vielen Meinungen und Äußerungen zu unserer Religion und zur Institution der Kirche konfrontiert. Man könnte da durchaus einen Raster darüberlegen, der eine Einteilung machen ließe von glaubensstark über wankelmütig, zweifelhaft bis hin zu feindselig gegenüber der Kirche. Da sieht man dann die Schriftstelle in Jesaja 19:9-16 bzw. deren Voraussagen geradezu bestätigt. Angesichts dieser Schriftstelle hat uns Jesus Christus fairerweise ja schon frühzeitig darüber informiert, dass die Vorgangsweise bei der Abwicklung seines Erlösungswerkes „wundersam und seltsam“ ablaufen würde. Wenn wir auf die vergangenen rund 200 Jahre, seitdem er und der Vater sich dem jungen Joseph Smith geoffenbart hatten, zurückblicken, so können wir wahrlich verstehen, was er mit wunderlich und seltsam gemeint hat. Etwas zeichnet sich in seinem mitunter seltsamen Tun deutlich ab: Er (Jesus Christus) wirkt… Weiterlesen »
Hans
Gast
Hans
1 Monat 12 Tage her

Achtung Fehler: Die Schriftstelle ist nicht in Jesaja 19 sondern 29

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