„Unser Weg aus der Kirche in ein neues Bewusstsein“ – Die Geschichte von Bärbel und Johannes

Johannes und Bärbel, ehemals Mitglieder in den Regionen Stade und Braunschweig, haben vor kurzem den Weg in unsere openfaith-Facebookgruppe gefunden, und erzählen von ihrer Bekehrung, ihrer Zeit in der Kirche, den resultierenden familiären Problemen und den Gründen für ihren Ausstieg. Sie fassen außerdem zusammen, was sie für sich aus diesen ganzen Erfahrungen gelernt haben.

Hinweis zum Zweck der Veröffentlichung: openfaith will niemanden von der Kirche abbringen oder zu etwas Anderem bekehren. Der Mensch soll im Zentrum stehen und der Wert des Menschen unabhängig von Organisationszugehörigkeiten. Außerdem soll mit der Veröffentlichung die uns allen innewohnende Fähigkeit gewürdigt und zelebriert werden, mit Gott den individuell richtigen Weg für unser Glücklichsein zu wählen, egal ob innerhalb oder außerhalb der Kirche. Meinungen derjenigen, die hier ihre Geschichten erzählen, werden generell ungefiltert wiedergegeben, wie es den erklärten Grundsätzen der Zweckerklärung von openfaith entspricht.

Bärbel

Wer ich bin und wie meine Familie zur Kirche kam

Manchmal ist es schwer mindestens die Hälfte seines Lebens (denn ich will mindestens 100 werden) in kurze Worte zu fassen, aber einen Versuch ist es wert. Im Anschluss wird mein Mann seine Sicht schildern. Ich wurde 1959 als Zwillingsschwester meines jüngeren Bruders, in Schönberg Kreis Plön geboren und bin vom 2. bis zu meinem 7. Lebensjahr ohne Vater groß geworden. Nachdem meine Mama nochmal heiratete, erfuhr sie kurze Zeit später, als sie mit meinem Halbbruder im 6. Monat schwanger war, dass mein Vater mit dem Schiff von hoher See nicht wiederkehren würde. Die ganze Mannschaft war auf Grönland verschollen. Wir lebten zur damaligen Zeit in Bremerhaven und hier lernte dann meine Mama auch kurze Zeit später durch die Missionare die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage kennen und auch wenn sie zuerst vor der Wahrheit und ihren starken Gefühlen davonlaufen wollte, so schloss sie sich doch kurze Zeit später der Kirche an und mein Bruder und ich wurden auch getauft und mein kleiner Bruder, der dann geboren wurde, erhielt die Kindersegnung. Nach dem Tod meines Vater zogen wir zu meinen Großeltern nach Hesedorf bei Bremervörde.Wir fühlten uns glücklich in der neuen Kirche, aber für meine Mutter war es nicht einfach, denn sie war nun das schwarze Schaf der Familie. Mein Urgroßvater, der Kantor in der evangelischen Kirche war und alle unsere Verwandten kamen mit dem Wandel nicht sehr gut zurecht, verstießen uns aber nicht, sondern behielten weiter liebevollen Kontakt.

So wuchsen wir in der Kirche heran und fühlten uns in der Gemeinde Stade, zu der wir nun gehörten sehr wohl.

Leben in der Kirche und familiäre Probleme

Was alles in meiner Mitgliedszeit passierte würde einfach den Rahmen an Erzählungen sprengen, aber ich hatte nie auch nur den geringsten Zweifel auf dem richtigen Weg zu sein. Ich erfüllte viele Berufungen (Pfahl-JD Leitung, PV-Leiterin von 40 Kindern in Braunschweig, etc.), ging 1982 auf Mission und heiratete zehn Jahre später meinen lieben Mann, der sich erst fünf Jahre zuvor der Kirche angeschlossen hatte.

Familiäre und andere Probleme

Wir heirateten im Tempel für Zeit und alle Ewigkeit und bekamen drei wunderbare Kinder. Damit fing eigentlich ganz viel Unruhe an, denn besonders unsere Tochter wollte irgendwann nicht mehr zur Kirche gehen und wehrte sich mit Händen und Füssen. Unser mittlerer Sohn folgte ihr und der Jüngste blieb auch irgendwann zu Hause. Ich dachte wir haben alles falsch gemacht. Irgendwann kam unser mittlerer Sohn wieder zur Kirche zurück und erfüllte sogar eine Mission….wie stolz wir doch waren.

Allein schon in Bezug auf das Wort der Keuschheit stellte uns das Familienleben in der Kirche regelmäßig auf eine echte Probe. Beispielsweise ist unser Sohn dann mal eine Woche ohne Kontakt abgehauen, weil er mit einem Mädchen war und weil er wusste dass ich das ganz schrecklich fand. Mein Mann war da schon etwas offener. Er sagte schon damals: Lasst die Kinder ihre Erfahrungen machen und dass wir die Kinder nicht zwingen wollen zu irgendwas – auch nicht in der Kirche. So denken wir auch heute und wir glauben, dass diese Einstellung dazu geführt hat, dass wir heute ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen haben.

Unsere Kinder haben auch alle drei keinen Seminarabschluss. Es gab dann viele Geschwister, die uns sagten, wir müssten viel strenger mit ihnen sein. Natürlich macht man sich dann Stress, denn man sieht die anderen, wo das so perfekt läuft und alles funktioniert. Die machen alles und stehen dann vorne und bekommen ihre Urkunden überreicht.

Wenn ich heute darüber nachdenke, kann ich immer noch nicht begreifen wie sehr man doch von seinem Wunsch getrieben wird, dass alle aktiv in der Kirche bleiben, da man so sehr an die Siegelungsvollmacht glaubt und daran nur so gemeinsam errettet werden zu können. Wenn der Traum zerplatzt, macht einen das unendlich traurig und unglücklich und dadurch erkrankte ich schwer. Es heisst nicht umsonst: “Das geht an die Nieren“ und ich hatte einen bösartigen Nierentumor, mit anderen Worten Krebs, aber zum Glück ging alles gut aus.

Ein weiterer Punkt der uns schon immer etwas unangenehm auffiel war, dass in der Kirche eine recht einseitige Sicht auf Wahrheit existiert. Literatur durfte immer nur diejenige sein, die von der Kirche selbst stammt. In manchen Gemeinden war es ein wenig offener, aber leider in den meisten nicht. Einige Mitglieder sagten sogar: „Alle anderen Schriften weg, nur unsere Schriften.“

Ein anderes Thema, über das für Jugendliche viel zu selten offen gesprochen wurde, ist das Thema Selbstbefriedigung. Was für Schuldgefühle man dann doch hat! Man muss zum Bischof rennen, man muss es beichten. Dann macht man’s wieder und hat wieder Schuldgefühle. Dann möchte man auf Mission gehen und wieder kommen die Schuldgefühle. Es ist so furchtbar! In dem Zusammenhang gefiel uns das Buch „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Welsch, in dem deutlich darüber gesprochen wird, ob man im Zusammenhang mit Kirche Gott wirklich definieren kann – es geht da auch besonders um kirchliche Regeln im Zusammenhang mit Sexualität.

Hinzu kam, dass mein Mann schon immer sehr viel gelesen hat und sich Wissen über Wissen aus wirklich guten Büchern anhäufte, wie einen Schatz. Er wollte einfach immer mehr wissen und wir entfernten uns geistig voneinander. Das ist noch gar nicht so lange her. Er zweifelt bis heute nicht an der Wahrheit der Kirche, aber an dem was die Menschen den Lehren hinzugefügt haben oder verändert haben. Inzwischen glaube auch ich, dass es eine Anmaßung ist zu glauben, dass nur die Mormonen in die höchste Herrlichkeit kommen und abgeschnitten sind von dem Reich Gottes wenn sie sich von der Wahrheit entfernen.

Was ist „Wahrheit“?

Aber was ist Wahrheit? Nur die Lehre der Mormonen?

Ich wollte keine andere Wahrheit zulassen und wir haben so oft gestritten, dass ich dachte ich halte das nicht mehr aus und wir beide dachten wir müssten getrennte Wege gehen. Warum fällt es uns als Mitglieder der Kirche so schwer andere Lehren und Ansichten in Betracht zu ziehen?

Wie engstirnig ich doch war! Mein Mann ging weiter mit mir zur Kirche, weil er wollte, dass ich glücklich bin, doch immer wenn er Lehren anders auslegte an Hand von guten anderen Schriften wurde er belächelt, oder schief angesehen. Auch ich war innerlich total auf Abwehr.

Entscheidung für das Prüfen

Irgendwann saß ich in meinem Zimmer und dachte über diese Situation nach und darüber, was mein Mann mir alles erzählt hatte und ich musste an die Worte denken, die ich oft den Untersuchern auf Mission gesagt hatte: „Wenn ihr das Buch Mormon nicht gelesen habt, dann könnt ihr nicht darüber urteilen, ob es wahr ist oder nicht.“ So musste ich es also auch mit dieser anderen Literatur tun. Wie konnte ich über etwas urteilen womit ich mich nicht auseinander gesetzt hatte.

Ich wollte eigentlich nie aus der Kirche hinausgehen, aber als auch mein Sohn mir sagte, dass er geistige Erlebnisse hatte, die er in der Kirche nie haben konnte, fing ich an, mehr nachzudenken. Da ich meinem Sohn absolut vertraue und wusste, das kann nicht gelogen sein, wurde ich offener.

Ich versprach mir und auch meinem Mann mindestens ein Jahr lang zu prüfen ob die Lehre, mit der er sich beschäftigte wahr und richtig ist oder nicht, für ihn und vor allem für mich. Was ich dabei nie verloren hatte war das Vertrauen in meinen Mann, dass er wusste was er tat.

Abschied aus der Kirche

Die problematische Kirchengeschichte war eigentlich gar nicht unser Problem. Das einzige, was mich störte war die Lehre, dass ein Mann im nächsten Leben mehrere Frauen haben könne. Das finde ich einfach ungerecht und das glaube ich auch nicht. Mein Mann ist ebenfalls der Meinung, dass es eine Diskriminierung darstellt.

Nachdem ich mich entschlossen habe, nicht mehr hin zu gehen und andere Informationen zu prüfen, dauerte es nicht mehr lang. Ich sagte meinem Mann an meinem letzten Sonntag in der Kirche nicht, dass ich erst mal Abschied nehmen würde; um mich ganz auf etwas Neues einzulassen und ihr könnt euch nicht vorstellen wie schwer es mir fiel, meine vertraute Umgebung und meine Freunde zu verlassen, denn ich wusste wie sie denken würden, denn so habe ich auch gedacht wenn jemand nicht mehr zur Kirche kam.  

Wie hat das Umfeld reagiert

Meine Freundin kam überhaupt nicht damit klar, dass ich nicht mehr hinging. Von manchen JD-Mädchen, die ich belehrte bekam ich Briefe, weil ich ihnen so ein großes Vorbild war. Ansonsten war ich schon etwas enttäuscht darüber wie wenig Mitglieder sich bemühten uns zu kontaktieren, da wir doch im Begriff waren uns für immer von der Gegenwart Gott Vaters „abzuschneiden“, bzw unsere Erhöhung nicht mehr zu bekommen.
Mein Mann war der Buhmann, denn er war in den Augen der Meisten der Schuldträger, uns alle von der Kirche weggebracht zu haben, was uns in Briefen mitgeteilt wurde.

Einen Brief erhielt ich von einer Schwester, die mich darauf aufmerksam machte, wie ich überhaupt noch Zeit mit Kindern verbringen könnte – jetzt wo ich ja nicht mehr „bete“ und „nicht mehr den Geist Gottes mit mir habe“. Weil ich seit dem Weggehen von der Kirche zum Glück überhaupt nicht mehr urteile, konnte ich den Brief in Ruhe zur Seite legen und verspürte einfach nur Mitleid mit dieser Schwester.

Wie es mir/uns „danach“ geht

Damals wusste ich noch nicht was ich heute weiß, dass ich nämlich nie wieder in die Kirche zurückkehren werde, da ich mit der neuen Erkenntnis so viel glücklicher und zufriedener bin als ich es je war und wir alle in der Familie endlich wieder zueinander gefunden haben und über ALLES reden können.
Heute ist unser Kontakt mit den Kindern wieder sehr eng und offen. Ich habe mich letztens ganz bewusst und offen bei meinen Kindern entschuldigt, [unter Tränen] weil ich sie während unserer Kirchenzeit einfach nicht so akzeptiert habe, wenn sie einen anderen Weg gegangen sind.

Heute weiß ich es besser und ich hätte Ihnen mit dem heutigen Erkenntnisstand damals gesagt: „Ich liebe Euch so wie Ihr seid, egal ob Ihr Seminar macht. Egal ob ihr nicht in die Kirche geht. Egal was ihr macht ich lieb Euch einfach so wie Ihr seid!“

Diese Art von Druck machen sich so viele Eltern in der Kirche, weil sie meinen ihre Kinder müssten darin „perfekt funktionieren“. Sie tun dies in einem guten Gewissen und mit guter Absicht. Da spielen auch Angst und Gehirnwäsche eine Rolle. Man bekommt als Mutter eine so ungeheure Angst, Kinder zu „verlieren“.

Heute bin ich einfach froh, dass ich da offener bin und sagen kann: „Hey, ich weiß lange nicht alles! Ihr seid in manchen Dingen viel weiter als ich!“

Wie viel Kontakt wir heute noch haben

Selbst mein Zwillingsbruder hat bis heute nicht gefragt warum ich nicht mehr in die Kirche gehe, was ich überhaupt nicht verstehen kann – umgekehrt wäre dies definitiv nicht der Fall. Es würde mich doch interessieren, warum mein Bruder nicht mehr in die Kirche geht und ich würde nach der Ursache fragen. Ich glaube: Sie haben einfach Angst davor, weil sie mich kennen und wissen, dass ich so eine Entscheidung nicht einfach so treffe.

Seit wir nicht mehr hingehen, haben wir uns auf Menschen ganz anders einlassen können. Diese Gedanken an „Taufe“, „Missionsarbeit“, „Bekehren“, „Ich muss ihn bekehren, damit er glücklicher wird und diese Bündnisse schließt“ – das alles habe ich nicht mehr im Kopf und seitdem kann ich mit Menschen ganz offen reden.

Was ich durch die Zeit in der Kirche Positives mitnehmen konnte und vermisse

Mein Mann und ich haben uns durch eine AE-Veranstaltung in Frankfurt kennengelernt – das ist natürlich schon mal etwas. Am Anfang habe ich oft die Menschen vermisst, die mir sehr ans Herz gewachsen waren, die guten Gespräche und die schöne Musik, die ich ab und zu noch höre. Ich bin ja immer gern in die Kirche gegangen. Was ich besonders vermisse ist der Austausch mit den Kindern und Jugendlichen in Unterrichten, die ich gegeben habe. Wie gerne würde ich nochmal In der PV oder JD unterrichten, aber mit der Lehre, die ich jetzt vertrete und das ist wohl undenkbar.
Aber Kirche ist ja auch immer mit viel Stress verbunden um alle seine Aufgaben und Verpflichtungen zu schaffen und das vermissen wir beide einfach gar nicht.  Die Arbeit im Tempel, mein Mann und ich waren beide Tempelarbeiter, fehlt mir auch eher weniger, denn das war auch oft sehr anstrengend, aber ich vermisse die Ruhe dort, die ich ab und zu zur Meditation genutzt habe, aber das kann ich auch hier zu Hause, wenn ich in mich gehe und schönen Klängen lausche. Inzwischen ist es wirklich so, dass ich immer weniger zurückdenke, sondern nach vorne in eine wunderbare Zukunft blicke.

Schlusswort / Zeugnis

Ich habe durch all diese Erfahrungen mit der Kirche erkannt, dass Gott von uns möchte, dass wir uns völlig frei entscheiden können. Durch die Liebe zu ihm sollen wir uns entscheiden – nicht weil uns das irgend jemand sagt oder weil es irgendwelche Gebote, Gesetze und Verordnungen gibt. Er möchte, dass es in uns ist, dass wir ihn so sehr lieben und uns deswegen für das Gute entscheiden – dass wir hinausgehen und einfach versuchen, diesen Frieden, diese Liebe und Toleranz in die Welt hinaustragen. Jetzt außerhalb der Kirche habe ich dies besser gelernt als noch innerhalb, insbesondere die Offenheit und Toleranz allen Menschen gegenüber.

Mich könnte heute jemand ganz extrem beleidigen und ich würde trotzdem liebevoll reagieren können. Ganz im Sinne vom Wort Christi „Liebet Eure Feinde“.

Johannes

Kurzvorstellung

Ich möchte mich kurz vorstellen: Im Waisenhaus aufgewachsen, mit 17 Türsteher, Rausschmeißer, Zuhälter und dann weiter zum Hohen Priester…für alle die gern urteilen – viel Raum zum spekulieren und urteilen. 😉

Meine Frau erfuhr erst auf dem Standesamt, dass das meine dritte Ehe sein wird. 😉

Ich war ca. 10 Jahre Ratgeber in der Bischofschaft, dann in der Pfahlmissionspräsidentschaft, als Gemeindesekretär, JM-Leiter, Führungssekretär und Finanzsekretär tätig usw…

Was ich über die Kirche denke

Ich habe nichts gegen die Kirche, denn es war ja meine Entscheidung mich diesem System unter zu ordnen und ich werde auch nie gegen dieses System, oder jedes andere angehen, weil ich meine Energie für meinen Fortschritt brauche.

Die Haltung, dass die Kirche für jeden falsch sein muss ist genau so ein geistiges Gefängnis wie die Haltung, dass sie die einzig Richtige für jeden Menschen ist. Und von diesen geistigen Gefängnissen möchte ich los kommen. Es macht keinen Sinn, von einem geistigen Gefängnis in das Nächste zu gehen.

Jeder muss selbst entscheiden mit was er sich beschäftigt. 1987 wurde ich getauft und habe mich seit dem mit vielen Glaubensrichtungen befasst. Ich wollte Fehler finden!

Was alle Religionen gemeinsam haben ist ein guter Anfang, der dann aber missbraucht wurde, bei ALLEN!

Hier ein Beispiel vom Systemanalytiker, in dem Beruf ich auch mal gearbeitet habe.

Was macht ein Systemanalytiker in einem großen Betrieb?

Er sucht Fehler im System!
Wie wird er auf die Fehler aufmerksam?

Das, was hinten rauskommt (z.B. beim Drucker) stimmt nicht mit dem überein was er ursprünglich wollte!

Dabei stellt man auch fest, dass einige Mitarbeiter die Fehler nie bemerken, weil sie ihnen nicht auffallen, oder sie nie in dem Bereich arbeiten wo diese Fehler auftreten.

Warum ich mich von der Kirche getrennt habe

In jungen Jahren, habe ich eine Art Vision erlebt. Sie beinhaltete, dass ich „aufwachen“ würde. Damals wusste ich damit gar nichts anzufangen. Mein Leben lang war ich auf der Suche. Heute kann ich etwas besser nachvollziehen, was dieser Traum bedeutete.

Ich möchte dies an einem Beispiel deutlich machen, das ALLE Religionen betrifft, die an Jesus Christus als Erlöser glauben.

Schauen wir uns einige der „Wunder“ an:

  • Das Weinwunder von Kana (erstes Wunder)
  • Heilung des Besessenen in der Synagoge von Kapernaum
  • Heilung des Fiebers der Schwiegermutter des Petrus
  • Fischzug des Petrus
  • Heilung eines Aussätzigen
  • Sündenvergebung & Heilung eines Gelähmten
  • Heilung einer verdorrten Hand am Sabbat
  • Exorzismus an einem stummen Besessenen
  • Heilung des Knechts des Hauptmanns von Kapernaum
  • Heilung des 38 Jahre Kranken am Teich Bethesda
  • Auferweckung des Jünglings von Nain
  • Sturmstillung
  • Exorzismus am Gerasener
  • Heilung der blutflüssigen Frau und Auferweckung der Jairustochter
  • Speisung der 5000
  • Seewandel Jesu
  • Heilung der besessenen Tochter der Syrophönizierin
  • Heilung des Taubstummen
  • Speisung der 4000
  • Stufenweise Heilung des Blinden vor Bethsaida
  • Verklärung Jesu
  • Heilung des fallsüchtigen, besessenen Knabens
  • Der Stater im Fischmaul
  • Heilung einer verkrüppelten Frau am Sabbat
  • Heilung eines Wassersüchtigen im Haus eines Pharisäers am Sabbat
  • Heilung von zehn Aussätzigen
  • Blindenheilungen
  • Auferweckung des vier Tage toten Lazarus
  • Verfluchung des Feigenbaums
  • Jesus heilt das abgetrennte Ohr des Kriegsknechts des Hohepriesters
  • usw. usw. usw….

Johannes 14:12
„Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun“…

ICH HABE NOCH KEINEN KENNEN GELERNT DER DAS TUT!!!  WARUM NICHT???

JESUS HAT DIESE „WUNDER“ NICHT GETAN!!!

Wunder sind Ereignisse, die wir mit unserem Verstand nicht ermessen können, aber trotzdem real sind. Wenn wir den Vater, Gott IN UNS, erkennen sind es keine Wunder mehr, siehe Jesus Christus. Was er tat hat sein Vater in ihm getan, davon hat er Zeugnis abgelegt und das sollen wir auch tun. Das ist seine Aufforderung. Sehr gerne verweise ich an dieser Stelle auf das Buch“Lebe deine Göttlichkeit“ von Saint Germain.

Johannes 14:10
„Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“

Halten wir fest: Jesus sagt von sich selbst, „Ich habe diese Werke nicht getan“ sondern der „Vater in mir“!

WER IST DER VATER IN IHM??? DAS IST DER SCHLÜSSEL!!!

Und nun fragt eure Führer, Bischöfe, Pfahlpräsidenten, Siebziger, Apostel und Propheten nach diesem Schlüssel!!!

Sie werden euch die Wahrheit nicht sagen, weil sie dann sagen müssten: Ihr braucht keine Kirche oder sonstige Institution, außer ihr sucht Gesellschaft!

Ich denke, dass die meisten Führer der Kirche keine Ahnung haben um was es geht und einfach Standardantworten geben.

Schon ca. 1939 wurden über 6000 Seiten, 20 Bücher, über diesen „Vater in mir“ geschrieben!!! Es ist also bekannt!!!

Nun mag jeder sich seine eigenen Gedanken machen, doch hier noch einige meiner Gedanken:

Kann es richtig sein gegen Schwule, Lesben, Schwarze, Moslems usw. Hass zu predigen? Du sollst nicht urteilen“ – „richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.“ (Matthäus 7,1)
„Ihr seid Götter!“ Wer glaubt einen Gott für sein SEIN verurteilen zu können???

Psalm 82:6  Ich habe wohl gesagt:
„Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten“;

Wenn das sogenannte Autoritäten tun, sollte man aufwachen 😉
Wodurch werden Generalautoritäten, Apostel und Propheten zu dem was sie sind?
Wir (ich nicht) bestätigen sie in ihren Ämtern!
Was würde passieren, wenn wir dies nicht mehr tun???

(Denkt nach!)

Wie ich es sehe:
Die Kirche, wie auch alle anderen Religionen, fingen wunderbar an und haben dann ihre Macht missbraucht…es geht hier auch um viel Geld.

Die Lehre Jesu wurde verdreht. Dazu braucht man nur die weltlichen Lehren übernehmen und gefundene Schriften verbindlich als „DIE HEILIGEN SCHRIFTEN“ postulieren und sagen: „Das ist Gottes Wille!“ und schon hat man seine Schäfchen!

Ständig werden sogenannte „HEILIGE SCHRIFTEN“ gefunden.

Ich habe mich von der Kirche getrennt, weil sie mich von meinem Fortschritt abhält und ich weiß, dass alles für unsere Göttlichkeit offenbart ist! Ich habe Jahre gewartet, dass endlich takko von den Führern gesprochen wird – vergeblich!

Jesus Christus

Ein Mitglied sagte mir: „Christus ist dir ja nicht mehr wichtig!“ Ich kann dazu nur sagen, dass ich ihn mehr liebe als zuvor!!!

Man muss nur sein Leben und Wirken richtig verstehen und nicht den Lügen glauben. Es würde zu weit führen dies hier zu erklären, zumal ich nicht gern schreibe!

Aber ein Vorschlag macht es vielleicht deutlich:
Lies noch einmal alle Lehren von Jesus unter dem Gesichtspunkt  „Das kannst und sollst du auch tun und deine Göttlichkeit wieder in Besitz nehmen!“

Zum Schluß ein Auszug aus (per Definition Heilige Schrift) einem Buch:
„In deinem Geist trennst du „wirkliche“ Dinge von „spirituellen“ Dingen. Und der „wirkliche“ Stoff braucht echte Beweise, während du bei dem „spirituellen“ Zeug das Gefühl hast, du müsstest nur einfach glauben und vertrauen. Der Grund dafür ist, dass du unter einer der Auswirkungen der Religion leidest.

Zweifel

Die meisten Religionen deiner Welt arbeiten ganz schön stark an der Verbreitung der Ansicht, dass Zweifel „schlecht“ ist. Nun, das ist er nicht. Er ist nur schlecht fürs Geschäft. Für ihr Geschäft. Wenn du einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehörst und dann feststellst, dass du anfängst zu zweifeln, dann geschieht es, dass du herausfindest, dass die Antworten, die die Religion bereitstellt, dich nicht befriedigen. Das, was sie dir darlegt und was du nicht kennst oder nicht verstehst, kann in deinem Geist nicht mit dem, was du kennst, aufgelöst werden. Und da die Wahrheit über Gott und deine ewige Seele durchaus etwas Wichtiges ist, stellst du fest, dass du sie nicht einfach mit einem Achselzucken erledigen kannst. Du musst wissen. Also zweifelst du. Das Problem entsteht für die Religionen, wenn du beschließt, deinen Zweifeln nachzugehen. Dann könntest du sehr gut woanders Antworten finden, die dich zufriedenstellen. Und wenn du bessere Antworten außerhalb dieser Religion findest, dann könnte es sehr gut sein, dass du die Religionsgemeinschaft verlässt.

Dann hörst du auf zu tun, was sie dir sagt. Dann lässt du dich nicht länger durch die größere Tagesordnung der führenden Köpfe dieser Religionsgemeinschaft kontrollieren. Und natürlich hörst du auf, ihnen Geld zu geben. Also ist es keinesfalls abwegig, dass religiöse Führer nicht gerade begeistert sind, wenn Leute zweifeln und ihren Zweifeln nachgehen, um nach neuen und anderen Antworten als die, die sie bereithalten, zu suchen. Folglich entwickeln sie eine ausgeklügelte Strategie: Sage den Leuten, dass Zweifeln schlecht ist. Sage ihnen, dass das ein Hinweis auf einen sündhaften Geist oder auf den Teufel selbst ist.

Gib ihnen das Gefühl, wirklich nichtswürdig zu sein, wenn sie zweifeln. Wenn dann Menschen Unsicherheit und Fragen haben, werden sie sich darüber so schlecht fühlen, dass sie keine Antworten auf ihre Fragen suchen. Sie werden schlicht und einfach das Vorhandensein ihres Zweifels als Beweis für ihre angeborene Sündhaftigkeit nehmen. Und dann arbeiten sie besonders hart, um „gut“ zu sein. Meistens werden sie in ihrem Glauben fanatisch als ein Mittel, um ihre Zweifel zu bewältigen. Clever, nicht wahr?“

Was ich gelernt habe

Ich bin niemandem böse, der „komisch“ auf unseren Weggang aus der Kirche reagiert hat. Weiß ja, wie die Menschen sind, aber ich kann ihm nicht böse sein – das ist einfach sein Stand. Man muss jedem zugestehen, dass sie er in einer Entwicklung ist.

Im Laufe seines Lebens durch das was ihm begegnet, wird er anfangen, nachzudenken. Das Problem bei vielen Menschen ist, dass sie gar keine Alternative haben. Ich bin 1987 zur Kirche gekommen weil mein Stand so war, dass keine andere Kirche recht hat. Diese Kirche hat postuliert, die einzige Wahrheit zu besitzen. (Heute bewerten wir das etwas anders bzw würden das nicht mehr so sehen, denn das ist arrogant, allen Religionen gegenüber.., insbesondere den fernöstlichen Religionen).

Wenn jemand die Wahrheit für sich sucht, wird er sie finden. Das geht gar nicht anders! Schöpfung kann nie begrenzt sein. Die Einstellung „Alles zu wissen“ ist eine Begrenzung. Dabei gebe ich mein Schöpferdasein ab.

Schlusswort / Zeugnis

Ich wünsche uns allen, dass wir das erfüllen was wir uns vor diesen Leben vorgenommen haben. Wenn wir es nicht schaffen werden wir genau so geliebt als hätten wir es geschafft! Wir sind Kinder Gottes, und ich würde doch ein Kind niemals verurteilen, wenn es hinfällt, oder die Tischdecke runter reißt. Es ist ein Kind und macht viele Dinge unabsichtlich. Im kirchlichen Kontext sagen wir aber oft: „Du kommst in die Hölle wenn Du das machst.“

Jeder, der hier auf die Welt gekommen ist, hat sich vorgenommen, seine Göttlichkeit wieder zu finden. Christus hat uns gezeigt, wie das geht. Wir müssen lernen, diese Göttlichkeit IN UNS zu erwecken. Ich sage also jedem: „Nimm Deine Göttlichkeit in Besitz. Darum bist du hier!“.

 

Literatur

Saint-Germain – Lebe deine Göttlichkeit!: Spirituelle Impulse für das neue Bewusstsein

Gespräche mit Gott – Neale Donald Walsch

Die 33 Reden von St. Germain (PDF)

Smaragdtafeln (PDF)

Fragen und Antworten (PDF)

Die Magische Gegenwart (PDF)

Enthüllte Geheimnisse (PDF)

Rückkehr in die Freiheit (PDF)

Videos

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