„Vielleicht ist meine Vorstellung in vielen Dingen dann einfach nicht kirchenkompatibel und ich erwarte zuviel“

Ein Erfahrungsbericht von Gwen

Bildquelle: tinybuddha.com

Jahrelang habe ich geglaubt, dass mit mir etwas nicht in Ordnung ist. Jahrelang habe ich mich gefragt, ob ich es bin, die etwas falsch macht. Seit drei Jahren „darf“ ich mir das Prädikat „Witwe“ and die Brust heften, nichts was man gerne will, aber das Leben hat es so entschieden. Ich habe nie ein Geheimnis darum gemacht, warum das so ist. Ich war von 2017 bis 2020 relativ inaktiv in der Kirche. Denn 2017 erlitt mein Partner ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Eine Hirnblutung, die ihm fast das Leben gekostet hätte und die ihn, nach Klinik und Reha, pflegebedürftig zurück ließ. Auch wenn er körperlich wieder relativ hergestellt wurde, so blieb doch eine kognitive Einschränkung, die es schwierig machte ihn auch nur wenige Stunden allein zu lassen. Eine „aktive Teilnahme“ am Kirchenleben war so nicht möglich. Seine Betreuung hat mich, aller Professionalität zum Trotz, an meine psychischen Grenzen gebracht. 2019 kam dann der Suizid und ich bin kollabiert.

Burn-out, schwere depressive Episode, akute posttraumatische Belastungsstörung. Ich wurde noch 2019 für eine lange Zeit „aus dem Verkehr gezogen“. (Ich war in der Klinik) Im Jahr 2020, wo ich gehofft hatte einen Weg zurück ins normale Leben zu finden, kam dann Corona. Nunja. Auch suboptimal.

Wo war die so viel gepriesene und gelobte Nächstenliebe der Kirche der Zeit?

Wo waren die liebenden, dienenden „Engel“? Sie waren nicht da. Anfang 2021 gab mein damaliger Bischof eine ganz tolle Ansprache – über die Liebe und wie toll wir doch alle füreinander da wären in den Zeiten der Not. Und in mir platzte etwas. Meine Email an ihn war offen, ehrlich und in Teilen wahrscheinlich auch nicht nett. Seine Antwort war so… Ich suche immer noch nach dem richtigen Wort… arrogant und selbstgerecht, für mich fühlte sie sich wie ein Schlag ins Gesicht an. Denn es war nun mal ein Fakt, dass sich seit 2017 niemand darum geschert hat, was los ist, warum ich nicht mehr komme. Niemand aus der Gemeinde hat mal nachgefragt. Weder der Bischof, noch die FHV. Seine Entschuldigung war: „Ja wir haben im Gemeinderat über dich gesprochen und jemand sagte, er habe gehört, du seist umgezogen. Außerdem möchte ich nicht der Bischof sein, der andere nervt, warum sie nicht mehr kommen. Und du hast ja auch nichts gesagt und wir haben von nichts gewusst.“ Aja. Meine Daten in der Mitgliederdatenbank waren immer up to date, meine Telefonnummer ist seit 2013 die selbe, meine Email Adresse auch. Mit unter anderem dem Bischof bin ich auch über social media verbunden. Ich bin übrigens immer noch seit 2014 in der selben Berufung eingesetzt. Wenn ich verzogen wäre, dann hätte doch sicherlich die neue Gemeinde mal dezent nachgefragt, ob sie meinen Mitgliedsschein bekommen können.

„Wir hatten ja gar keine Ahnung.“

Einer der behandelnden Ärzte von meinem verstorbenen Partner im Rahmen der Hirnblutung ist übrigens Mitglied meiner Gemeinde, klar hätte und dürfte er davon nichts weiter tragen, aber ein kleines „Du Bischof ich glaube, wir sollten mal fragen ob die Schwester Unterstützung braucht“ ist vielleicht schon im Rahmen des Möglichen. Ich habe über seinen Tod auf Social Media geschrieben. Was es mit mir macht, wie ich mich fühle. Immer wieder. „Wir hatten ja gar keine Ahnung.“ „Du hättest ja auch was sagen können.“ Die Standard-Sätze, auch nach einem Suizid. Die größte Selbstlüge, auch nach einem Suizid. „Es tut mir leid, dass das, was wir tun, nicht genug für dich ist.“ „Wir haben ja alle nichts gewusst.“ Oh sorry „nichts“ ist leider trotz allem Wohlwollen verdammt wenig.

Es ist immer noch schwer

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich an vielen alltäglichen Dingen immer noch scheitere. Ich habe vor der versammelten FHV zum Beispiel gesagt, man hatte mir sehr umsichtig, ein Thema zukommen lassen, welches den Tod thematisierte, dass ich das Wohnzimmer nicht benutzen kann, denn es ist immer noch ein Tatort. Aber auch die (emotionale) Kraft nicht habe, etwas an dem Raum zu verändern. Oder dass ich in den (zu diesem Zeitpunkt) etwas mehr als zwei Jahren erst einmal am Grab war, weil ich es allein nicht schaffe.

Allein an Weihnachten

Am letzten Weihnachtsfest war ich allein. Ich wollte es so, aber mich hat niemand gefragt, ob ich über diese Tage „versorgt“ bin. Man hat sich – so mein Eindruck – darum gerissen die Missionare einzuladen. Meinen „Betreuern“ bin ich so wichtig, dass sie noch nicht einmal gefragt haben, wie es mir geht. Oder mir gesagt hätten, dass sie überhaupt meine Betreuer sind. Das weiß ich nur, weil es in der Mitgliederverzeichnis-App steht. Ich schrieb letztens mit einem Freund über diese Dinge und seine Antwort war, vielleicht verlangst du einfach Dinge, die wir als Gemeinde nicht leisten können. Was habe ich denn verlangt? Nächstenliebe und Menschlichkeit? Mehr als ein Betroffenheitsgesicht? Das ist zuviel für die Kirche Jesu Christi? Oder bin ich nicht (gut) genug, um sich damit zu profilieren? Wäre es zu viel mir anzubieten mein Wohnzimmer gemeinsam umzugestalten? Oder mir anzubieten, mit mir auf den Friedhof zu gehen? Oder, dass mein Bischof überhaupt mal auf die Idee käme mit mir über mich zu sprechen, nur einen Segen zu geben? Vielleicht ist das zuviel und meine Vorstellungen sind unverhältnismäßig und überzogen für die Kirche Jesu Christi. Ich weiß es ja nicht.

Ich bekam Hilfe von einem Pastor, der gar nicht zu unserer Kirche gehört

Wie man mit den Witwen umgeht, ist ein ziemlich verlässliches Barometer dafür, wie es um eine Gemeinschaft bestellt ist. Das las ich von einem Pastor, der einer Baptistengemeinde vorsteht. Und darin liegt sehr viel Wahrheit denke ich. Durch meinen Freund habe ich Kontakt zu einer anderen christlichen Gemeinschaft. Der Pastor erfuhr, dass ich Witwe bin. Und seine erste Frage ist, „Was kann ich, was kann die Gemeinde für dich tun? Wie kann ich dich unterstützen? Brauchst du etwas?“ Er muss es nicht, ich bin keines seiner Schäfchen. Er erfährt, dass es sich um einen Suizid handelt und er hat einen Kontakt an der Hand, er betet mit mir und segnet mich, ohne dass ich ihn groß darum bitten muss. Er bietet es mir an. „Wie ist deine derzeitige Situation? Willst du daran was ändern? Sag uns bitte einfach, was wann und wo und wir kommen vorbei und machen das mit dir…“ Er muss es nicht machen. Aber er WILL es machen. Aus seiner christlichen Überzeugung und Nächstenliebe heraus. Ohne etwas dafür zu erwarten. Ohne, dass es ihm jemand von oben (okay außer vielleicht Gott durch den Geist) sagen muss.

Wahrgenommen und wertgeschätzt, geliebt, getröstet?

Ich weiß, wie ich mich gefühlt habe. Wahrgenommen und wertgeschätzt, geliebt, getröstet.
Eine HLT Schwester sagte letztens zu mir: „Warum ist es dir so wichtig, dass die Kirche dich als Witwe wahrnimmt? Außerdem hast du doch nun den Beistand und Segen durch den anderen Pastor. Gott lässt dich dich nicht allein und du bekommst Unterstützung.“ Das war ein Schlag ins Gesicht. Ich fühlte mich mit dieser Aussage einen Moment lang schuldig und undankbar. Aber nein, das ist nicht meine Schuld und ich bin auch nicht undankbar, weil ich jetzt diese Missstände ansprechen kann. Den Schuh muss und werde ich mir nicht anziehen. Fast drei Jahre hat man mich damit allein gelassen, wenn man die Krankheit dazu nimmt sogar fünf Jahre. Und wenn man es so direkt sagen will: Fünf Jahre christliches Totalversagen, denn selbst das Handbuch und diverse Publikationen sind da doch recht deutlich, dass man in solch einem Fall, als Gemeinde und Bischofschaft proaktiv sein soll. Vielleicht war das nicht richtig, irgendwie zu erhoffen, dass in einer Zeit in der ich nicht mehr „funktionieren konnte“, jemand da gewesen wäre und wenigstens etwas von den Dingen, die man sonntags vom Podium aus zum Besten gibt, praktisch angewandt hätte. Vielleicht ist meine Vorstellung in vielen Dingen dann einfach nicht kirchenkompatibel. Vielleicht erwarte ich tatsächlich zuviel von den Mitgliedern. Oder der Kirche an sich. Vielleicht bin tatsächlich ich das Problem.

Warum ich immer noch in die Kirche gehe

Letztens wurde ich gefragt, warum ich denn immer noch in die Kirche gehe. Ich sage: Wenn ich verhindern kann, dass auch nur ein einziger Mensch sich so fühlt, wie ich mich gefühlt habe, dann ist das für mich gerade Grund genug. Denn für mich ist die Aufforderung aus Mosia 18:8,9: „Und es begab sich: Er sprach zu ihnen: Siehe, hier sind die Wasser Mormon (denn so wurden sie genannt), und nun, da ihr den Wunsch habt, in die Herde Gottes zu kommen und sein Volk genannt zu werden, und willens seid, des anderen Last zu tragen, damit sie leicht sei, ja, und willens seid, mit den Trauernden zu trauern, ja, und diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen,…“ eben ein sehr essentieller Teil meines persönlichen Bündnisses mit Gott, ganz unabhängig von der Kirche, dieser Schriftstelle oder einer Institution. Das war schon immer so und das wird auch immer so als Teil meiner Persönlichkeit bleiben. Aber wer weiß, ob ich auch das falsch verstanden habe oder die Fußnote und den Disclaimer übersehen habe. Wenn dem so ist, dann bin ich gerne „das Problem.“

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S. Blau
S. Blau
1 Monat her

Oha! Manchmal habe/hatte ich den Eindruck, dass echte Probleme, die von der Norm abweichen, schwer für Mitglieder zu handeln sind. Im Prinzip sind ja glaubenstreue Mitglieder auch immer gesegnet – so jedenfalls das Narrativ.

Gwen
Gwen
1 Monat her
Reply to  S. Blau

Das Narrativ ist ein ziemlich mieses. Denn es beinhaltet auch immer das „du bist schuld an deiner Situation.“ Im Guten wie im Schlechten.

DVo
DVo
1 Monat her

Das macht mich traurig zu lesen!
Nein, du bist nicht das Problem.
Ja, natürlich sind die Mitglieder nur Menschen. ABER!! Die meisten Mitglieder haben durchaus unglaublich viel Energie und stecken die in die Kirche. Wenn das dann aber nicht bei denen ankommt, die Unterstützung brauchen, dann ist das eine große Energievernichtungsmaschine mit unverhältnismäßig geringem Output, der wirklich zählt.

Gwen
Gwen
1 Monat her
Reply to  DVo

Vielen Dank. Ja, da ist was dran. Eine meine Hauptfragen an die Gemeinde ist seit Jahren (ich bin in der Wohnungslosenhife ehrenamtlich engagiert): wo findet unsere Gemeinde in dieser Stadt statt? Wo werden wir von den Menschen, außerhalb der Gemeinde als Hoffnung wahrgenommen? Wo geht all die Energie hin und warum nicht in unsere Mitmenschen? Ich hab das ja auch hautnah miterlebt bei der Flut – was da tatsächlich aus den Gemeinden kam für wie lang. Das war noch einmal so ein Punkt, der mich nachdenklich machte. Und ich fürchte in der aktuellen Situation wird es ähnlich sein.

Guido
Guido
1 Monat her

Es hat mich so wahnsinnig berührt und inspiriert, was dieser andere Gemeindeleiter da für dich getan hat. Wir faseln so viel von Autorität, aber in Wirklichkeit ist genau das, was dieser andere Bischof getan hat, die Basis für die echte Macht Gottes, die genau dann wirkt. Taten echter Liebe, grad wenn diese zu geben keine äußeren Vorteile beinhaltet, bringen wahre Führung und Autorität hervor. Das Ausbleiben solcher Taten zeigt, dass es daran fehlt. Wie gesagt, wenn ich von hier aus helfen kann, z.B. eine Therapie mitfinanzieren, bitte lass mich das wissen.
Bin super dankbar, dass du das erzählt hast.

Gwen
Gwen
1 Monat her
Reply to  Guido

das sind genau meine Gedanken dazu. Autorität in Christus braucht keinen schnieken Anzug und keine roten Samtsessel. Autorität und Macht Christi kann in Hoodie und Lederjacke sehr viel größer sein, wenn sie im richtigen Geist geschieht. Wir sind in der HLT so ungesund auf Äußerlichkeiten geprägt, dass wir das wesentliche oft vergessen.

JuDK
JuDK
1 Monat her

Gwen, nun habe ich die halbe Nachtschicht über deinen Beitrag nachgedacht. Mir fehlten irgendwie die Worte dafür, auch ein „Like“ oder so erschien unpassend. Schweigend zum Alltag übergehen wollte ich aber auch nicht. Irgendwas dalassen, dass deine Worte gehört werden, dass jemand an dich und deine Geschichte denkt, mitfühlt, das war mir wichtig. Vorweg, es tut mir unendlich leid wenn ich lese, was du in den letzten Jahren durchleiden musstest (und noch musst). Deine Enttäuschung und, ja auch die Wut, die du in Bezug auf die Kirche empfunden hast, ist gerechtfertigt und nachvollziehbar. Es ist erschütternd dass gerade dort, wo doch die christliche Botschaft im Mittelpunkt steht, kein Trost gespendet und Hilfe nicht gegeben wird. So traurig das ist, ich glaube da ist die Kirche einfach keinen Deut besser als alle anderen Menschen. Jeder ist in seiner Blase mit sich selbst beschäftigt, mit seinen Sorgen, Problemen und Ansichten. In der Kirche sich vom Geist berauschen lassen, bei Kritischen Themen bitte das Mikro abstellen, da müsste man ja sonst nachdenken und reflektieren, dafür ist kein Platz. Nicht falsch verstehen, das ist nicht auf alles und jeden bezogen, aber es ist eben doch, sagen wir, „geläufig“. Gleichsam mischt sich auf deine Situation bezogen, eine neue Komponente hinzu. Wenn Jemand trauert, fühlen sich viele Menschen verunsichert, wissen nicht genau ob oder was man demjenigen sagen oder vermitteln soll. Die richtigen Worte zu finden, ohne zu verletzen ist nicht leicht, daher schweigen die meisten und hoffen, jemand anderes würde es sicher besser machen. Vielleicht… Weiterlesen »

Gwen
Gwen
1 Monat her
Reply to  JuDK

vielen Dank für deine sehr lieben Worte.

Sabine
Sabine
1 Monat her

Das ist sehr traurig, dass du nicht mehr Unterstützung von den Mitgliedern erhalten hast. Dafür sind wir ja eine Gemeinschaft, um uns gegenseitig zu stützen, zu lieben und füreinander da zu sein. In meiner Gemeinde gibt es sehr viel Hilfsbereitschaft und Mitgefühl füreinander! Besser könnte es eigentlich nicht sein. Aber natürlich gibt es auch Mitglieder die unzufrieden sind, weil sie sich nicht akzeptiert oder genug beachtet fühlen.
Ich finde die wichtigsten Menschen innerhalb der Gemeinde sind die, die wirklich unsere Hilfe brauchen. Es ist auch völlig egal, um welche Themen und Probleme es dabei geht.
Das ist wirklich sehr traurig, dass du alleingelassen wurdest, dass sich niemand um deine Gefühle und Bedürfnisse gekümmert hat. Du musst sehr einsam gewesen sein!
Hat mich sehr traurig gemacht, deine Geschichte zu lesen. Ich hoffe sehr, dass ich immer aufmerksam bin und spüre, wenn Menschen in der Gemeinde Unterstützung und Liebe brauchen.

Gwen
Gwen
1 Monat her
Reply to  Sabine

vielen Dank für deine Worte. Es freut mich zu lesen, dass es in deiner Gemeinde anders ist.

Rogy
Rogy
1 Monat her

Liebe Gwen auch ich kann nicht einfach stumm bleiben und möchte dir wie JuDK und die andern mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Danke dass du diese, deine Geschichte mit uns geteilt hast. Sie bewegt mich sehr. Ich denke, dass es wichtig ist, zu äußern wie es uns geht und was uns passiert ist. Nur so können wir am Leid anderer teilnehmen. Aber ebenso wichtig ist, nachzufragen wie es meinen Mitmenschen geht. Am Sonntag habe ich eine Ansprache in einer Gemeinde, die ich betreue, und ich werde über den Kurs „Glaube ist nicht blind“, den ich gerade besuche, sprechen. Ich habe den Satz aber abgeändert in: Glaube darf nicht blind sein. Wir schließen vor so vielen Sachen die Augen, um nachher sagen zu können, es ist alles wohl in Zion. Es ist aber nicht alles und schon gar nicht in allem Wohl in Zion. Liebe Grüsse und auch ich will dir helfen bei der Finanzierung deiner Therapie.

Naomi
Naomi
1 Monat her

Während ich diesen Bericht las, musste ich mehrmals schwer schlucken. Leider bin ich nicht wirklich überrascht, habe ich doch ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn auch nicht ganz so extrem.
Natürlich ist es schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn man erlebt, dass im eigenen Umfeld jemand trauert, aber schweigen ist hier nicht „Gold“. Auf Facebook folge ich einer Trauergruppe und frage mich, warum es solche Gruppen nicht auf Pfahlebene gibt?
Gwen, Dein Bericht hat mich motiviert, einen Lehrgang in Trauerarbeit zu machen, um damit Menschen in meinem Umfeld zu helfen. Ich habe den Eindruck (korrigiert mich, wenn ich falsch liege), dass die meisten Mitglieder die Notwendigkeit professioneller Hilfe nicht einsehen. Nicht nur, wenn jemand einen Angehörigen verloren hat, sondern auch, wenn jemand eine Sucht hinter sich lassen möchte oder Probleme mit seiner mentalen Gesundheit (mental health) hat. Krankensegen als Allheilmittel hilft halt doch nicht immer… Aber ich schweife schon wieder ab.
Gwen, fühl Dich bitte von mir in den Arm genommen, auch wenn wir uns nicht kennen.

Guido
1 Monat her
Reply to  Naomi

👍💙