Erziehung: Wie vermittle ich meinen Kindern einen Wertekompass und Spiritualität ohne fragwürdige religiöse Dogmen?

von Guido Müller

Ich stimme in Sachen Erziehung Dr. Julie Hanks zu. Sie sagte dass es aus ihrer Sicht gut ist wenn Kinder von Eltern und in anderen Kontexten einen Moral- und Werte-Kompass vermittelt bekommen, den sie als Ausgangspunkt nehmen können, um ihn zu leben, zu reflektieren, aber dem sie dann auch irgendwann widersprechen können oder damit anecken dürfen.

Die Erlaubnis anecken zu dürfen, fehlt leider oft in der Moralerziehung der Kirche

Wer dem Wertekompass widerspricht, darf mit recht ungesundem Shaming rechnen. Religion hatte Jahrhunderte einen Platz in der „Moral-Kompass-Vermittlung“ eingenommen und sie hat hier noch den Vorteil einer langen Tradition. Dummerweise ist der Moral-Kompass mit vielen völlig wackeligen und unnötigen Dogmen und Führwahrhalte-Zwängen vermischt. Aber ein traditionsbasierter Ansatz zur Vermittlung ist wenigstens vorhanden. Das sehe ich als Vorteil in unserer zunehmend postreligiösen Gesellschaft.

Moralbildende Inhalte gemeinsam mit dem Kind reflektieren

Lieder und Geschichten – auch mit moral- und wertebildenden Inhalten – sind etwas, nach dem unsere Kinder sehr hungrig sind. Als Eltern können wir das sehr wohl festhalten und mit unseren Kindern über dei Deutung reden. Es gibt in Kirchen Meilensteine wie Taufe und Konfirmation, alls Anlässe, zu denen Glaube in Verbindung mit Moral und Werten besprochen werden können. Ja auch ich kann einige Lieder im Gesangbuch nicht mehr singen. Auch einige Geschichten aus der Bibel möchte ich nicht mehr nutzen. Trotzdem sehe ich darin wertvolle Strukturen, die man zum Besseren oder zum Schlechteren nutzen kann, aber es sind eben Strukturen im Leben eines Kindes.

Probleme, wenn die Strukturgebung der Kirche wegfällt

Man kann sich jetzt die Frage stellen, wie gut ist es, wenn sämtliche Strukturen wegfallen? Wer schafft es schon, solche Stukturen selbst zu schaffen? Und auch wenn Du jetzt in einem Kommentar äußerst, dass es total einfach sei, wird das nicht jedem anderen so einfach fallen…

Ein neues wissenschaftlich und „Weisheitstraditions“-basiertes Programm

In dem folgenden Podcast wird ein wissenschaftlich und „Weisheitstraditions“-basiertes Programm vorgestellt, um in einem nicht-religiösen Kontext einen Moral- und Wertekompass zu vermitteln. Wir werden das mal 2 Wochen gratis ausprobieren. Ja, auch wir würden uns wünschen, dass wir das in einer Gruppe mit anderen tun könnten, und vermissen eine Gemeinschaft vor Ort, aber der Preis den Kindern die aktuelle Mormonenkultur diesbezüglich anzutun, ist uns zu hoch, wie Ihr schon wisst. Es lauern zu viele Gefahren. Dennoch lauern auch neue Mängel und Gefahren wenn man einer Gefahr ausweicht, und ich denke auch da lohnt es sich hinzusehen.

Links

https://upliftkids.org/
https://almostawakened.org/2022/04/almost-awakened-100-spiritual-education-for-non-religious-families-with-jon-ogden/

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H.S.
H.S.
3 Monate her

Es braucht keine Religionen für die Wertevermittlung. Eltern sollen die Werte vermitteln, die sie für richtig halten. Wir sehen nicht, dass religiös erzogene Kinder weniger Probleme bereiten. Es gibt einige Sozialstudien die gar zu der Erkenntnis kommen, dass religiöse Menschen (welche meist religiös erzogen wurden) moralisch schlechter abschneiden als unreligiöse Menschen! Ob wir Friedfertigkeit, Ehrlichkeit, Treue, Sozialverhalten etc. beachten – in der westlichen Welt schneiden unreligiöse Menschen tendenziell besser ab. (Das heißt natürlich nichts für das Individuum!!!) Auch ein paar Werte die nicht aus den Religionen entstanden sind, sondern meist gegen die Meinung der Kirchen erkämpft wurden, sollten hier bedacht werden: Menschenrechte, Demokratie, Toleranz, Frauenrechte, Friedenspolitik, Aufklärung, Selbstbestimmungsrechte, Sexuelle Vielfalt, Meinungsfreiheit… Die Liste könnte fortgesetzt werden. Viele der Werte haben einige Kirchen mehr oder weniger über die Zeit aufgenommen, aber es war in der Regel ein Kampf der Religionen gegen diese Werte! Ritualisierter Dogmatismus suggeriert einen sicheren Rahmen für die Wertevermittlung, aber es scheint nicht so, dass es das richtige Werkzeug für eine nachhaltige Vermittlung von Werten ist. Binäre Denkstrukturen sehen meist verführerisch einfach und klar aus, aber die Realität ist komplexer. In vielen Kirchen (auch bei den Mormonen) wird gerne ein Bild vermittelt von dauerbekifften Jugendlichen, die Pornos gucken und verantwortungslos Sex haben, nix auf die Kette bekommen …, weil sie das Evangelium nicht kennen. Die gibt es natürlich, aber dass es diese Problemfälle auch in vielen Kirchenfamilien gibt, wird höchstens so vermittelt, dass diese Jugendlichen sich von der Kirche abgewendet haben. Jeder mag bitte mal an ein paar… Weiterlesen »

M.S.
M.S.
3 Monate her

Nachdem ich mich im Zusammenhang mit meinem Beruf sehr viel mit Fragen von Erziehung und Bildung beschäftigt habe, v.a. auch mit der Frage, welche Ziele dafür nun geeignet sein könnten und welche nicht, fällt meine Einschätzung eher nüchtern aus: Kindheit kann dann gelingen, wenn die ältere Generation und die selbsternannten Erzieher:innen nicht mit erhobenem Zeigefinger die Kinder in irgendeine Richtung schieben. Ich halte es mittlerweile für fatal, wenn man versucht Kinder in irgendeiner Weise zu manipulieren – auch wenn noch so noble oder vermeintlich erhabene Absichten dahinter stecken. Der pädagogische Ansatz, der in weiten Teilen der Kirche praktiziert wird, ist was das angeht echt rückständig und mehr als zweifelhaft: Das Singen von manipulativen Liedern, das gezielte Arbeiten mit Schuldgefühlen, das Pochen darauf, dass es nur den EINEN richtigen Lebensweg gebe, obwohl das gar nicht wahr ist, das Einführen von sog. Vorbildern (Jesus, Nephi, Moroni, etc.), denen man blind nacheifern solle, usw. usf. … (man könnte jetzt zahlreiche weitere Problemfelder aufzählen) Erwachsene machen allzu gerne den Fehler, dass sie versuchen ihre Kinder so werden zu lassen, wie sie selbst schon sind oder wie sie selbst gerne wären. Das kann nur schiefgehen und ist den Kindern gegenüber ungerecht und moralisch höchst fragwürdig. Der Lebensentwurf, den man als Elternteil für sein eigenes Leben entworfen hat, wird von den Kindern häufig als ›Gefängnisgebäude‹ empfunden. Das Aufregende am Aufwachsen ist ja gerade, dass man sich sein Leben selbst erfinden kann und nicht die bereits ausgetretenen Pfade der Eltern noch tiefer austrampeln muss. Jeder Neugeborene Mensch… Weiterlesen »

H.S.
H.S.
3 Monate her
Reply to  M.S.

M.S.: Also, ich weiß nicht was an dem schönen Lied „Folgt dem Propheten!“ problematisch für Kinder sein sollcomment image

Guido Müller
Guido Müller
3 Monate her
Reply to  H.S.

H.S.: in dem vorgestellten Programm uplift werden allerdings viele wissenschaftliche Studien zurate gezogen, die aktivere Maßnahmen durchaus empfehlen. Während wir das was du jetzt geschrieben hast von dir bereits mehrfach fast exakt so lesen durften, wär’s ja grad mal spannend gewesen darüber hinaus zu gehen…? Zumindest für mich..

M.S.
M.S.
3 Monate her
Reply to  Guido Müller

..ich bin doch drüber hinausgegangen..comment image..sobald ich wieder anfangen würde, eine Art „Anleitung“ zu formulieren, würde ich ja wieder die gleiche Misere reproduzieren.
Das Problem am Mormonismus ist nicht nur, dass er objektiv ›falsches‹ behauptet, sondern dass er darüber hinaus eine totalitäre Herrschaftsstruktur angenommen hat. Ich glaube sogar, dass diese Struktur von beidem das eigentliche Problem ist, denn wäre die Kirche insgesamt offener und demokratischer, dann würden die ›falschen‹ Wahrheitsbehauptungen auch mit der Zeit verschwinden (wurde ja hier in diesem Forum oft berechtigterweise so gefordert). Der Machtapparat der Kirche lässt das aber nicht zu. Da wird schön von oben herab die Richtung vorgegeben, der alle zu folgen haben – und an dieser Struktur hat sich in den letzten 200 Jahren erschreckend wenig verändert…
Mein Punkt ist: Wenn diese Herrschaftsstrukturen das eigentliche Problem sind, dann sind wir auch in Erziehungsfragen gut beraten, von ähnlichen Strukturen abzusehen – egal wie gut gemeint und wissenschaftlich fundiert sie auch sein mögen. Die Strukturen selbst sind problematisch, nicht nur ihre Inhalte. Wenn ich jetzt mormonische Inhalte mit wissenschaftlichen Inhalten austausche, wird meine Erziehung vermutlich weniger religiös, wenn ich diese Inhalte aber auch wieder mit ›manipulativen‹ Methoden vermittle, reproduziere ich die Herrschaftsstrukturen, die für das moralische Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen eher hinderlich sind.
Das heißt natürlich nicht, dass solche Programme grundsätzlich schlecht sind, aus meiner eigenen Biografie in der Kirche heraus (und als ›gebranntes Kind‹) begegne ich ihnen aber mit einer gewissen Skepsis…

M.S.
M.S.
3 Monate her
Reply to  M.S.

Der Pferdefuß ist außerdem: Ich muss ja in Rechnung stellen, dass meine eigene Persönlichkeitsstruktur stark von den Herrschaftsstrukturen des Mormonismus geprägt ist und ich höchstwahrscheinlich unbewusst vieles von diesen Strukturen verinnerlicht habe. Wenn ich das berücksichtige, bin ich auf jeden Fall vorsichtig, wenn es darum geht, Strukturen an die nächste Generation weiterzugeben. Ich hab bei meinen eigenen Kindern mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht, immerhin wachsen sie nicht im engen Korsett des Mormonismus auf – aber genauso wie ich jemand bin, der als Mormone aufgewachsen ist, werden meine Kinder immer jemand sein, deren Eltern als Mormonen aufgewachsen sind. Das ist ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist. Darum halte ich es für förderlich, wenn Kinder generell möglichst viele Lebensentwürfe kennenlernen können, wenn sie ein ›Miteinander des Verschiedenen‹ erleben können. Ich glaube, dass sie dann schon von sich aus die ›richtigen‹ moralischen Schlussfolgerungen ziehen werden.
(und wenn nicht, dann liegt es mit Sicherheit nicht daran, dass ich das ›Korsett‹ nicht eng genug geschnürt habcomment image )

Guido
Guido
3 Monate her
Reply to  M.S.

M.S.: ich kann deine Gefühlslage durchaus verstehen, bleibe aber dabei dass wir Gefahr laufen, im postmormonischen Schock übermäßige Angst zu haben, den Kindern überhaupt noch etwas zu vermitteln.
Das Problem in der kirchlichen Vermittlung kennen wir doch alle mittlerweile: man hatte keine Möglichkeit zu widersprechen, sich zu reiben. Kindern Werte zu vermitteln, ist an sich noch keine diktatur und ich finds wenig hilfreich es immer so schnell in diese Ecke zu rücken…da entsteht ein Vakuum… Es bleibt natürlich dabei, dass Vorbilder immer viel stärker als Worte sprechen… ich erwarte nicht, dass wir in dem Thema einer Meinung sein werden…hat auch mit Emotionen und sozialen Zusammenhängen zu tun. Ich denke grad wenns um Kinder geht muss man auch schauen was Partner wollen..und gemeinsam einen Kompromiss finden…somit wird bei uns im Haushalt auch Jesus, Lieder, und sogar Gebet weiter eine Rolle spielen….bin ich jetzt deswegen ein Erziehungsdiktatur-Nazi?….nö

H.S.
H.S.
3 Monate her
Reply to  Guido

M.S.: wir können nicht nicht reagieren. Und ein Antidogma kann schnell ein Dogma werden. Egal wo wir stehen – wir sollten immer reflektieren. Doktrin ist in der Erziehung ganz sicher zu vermeiden, aber partiell ist das doktrinär-autoritäre Eingreifen lebensnotwendig – im Verkehr z.B.. Nach einer Situation sollte gerne alles erklärt werden, aber manchmal bleibt keine Zeit. Aber auch bei Uneinigkeit oder Unverständnis, können wir Kindern nicht immer ihre Erfahrungen im Verkehr machen lassen. Eine gewisse Struktur ist wichtig für die Entwicklung von Kindern – es gibt aber kein Ideal. Das kann es auch gar nicht geben, da jedes Kind individuell ist. Wenn es etwas ganz Zentrales gibt, was anders sein sollte, dann dass Kinder bedingungslos geliebt werden und das ganz fest wissen. Sie übernehmen Verantwortung und werden sich anders entscheiden. Wir haben eine Meinung dazu und die sollten wir auch äußern können – wie auch das Kind. Natürlich werden wir das Kind beeinflussen und auch manipulieren – die Frage ist eher wie frei sich das Kind fühlt, diese Sichtweise zu durchbrechen. Das kann man auch beibringen. Auch wenn ich mormonisch aufgewachsen bin, so war insbesondere meiner Mutter wichtig, dass wir frei sind. Natürlich haben wir auch den Erwartungsdruck trotzdem etwas gespürt, aber ich denke im Vergleich sehr viel weniger als üblich und wir wussten immer, dass wir geliebt werden.

M.S.
M.S.
3 Monate her
Reply to  H.S.

H.S.: klar, was den Straßenverkehr angeht stimme ich dir voll zu – da sollten wir nix dem Zufall überlassen. Wenn es aber darum geht ein moralisches Bewusstsein zu entwickeln, ist »doktrinär-autoritäres Eingreifen« nicht nur fehl am Platz, ich glaube, dass es sogar kontraproduktiv ist (ich glaube bei dem Punkt liegen wir auch nicht weit auseinander). Kinder sind von Natur aus nicht bösartig, sie brauchen daher auch keine Moralkeule… (Ausnahmen bestätigen die Regelcomment image). So wie du deine Kindheit beschreibst, gab es ja offenbar genug Freiräume, sich eigenständige Gedanken zu machen. Mit geht es in erster Linie um das. Es sind heute eher die Eltern (auch Nichtmormonen), die eine Autoritätshörigkeit entwickeln. Da werden dann Erziehungsratgeber gewälzt, um den eigenen Nachwuchs bestmöglich ›optimieren‹ zu können, sie für den knallharten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt vorzubereiten, etc. – gar nicht aus böser Absicht, sondern häufig aus eigener Unsicherheit und Unmündigkeit. Auch wenn sie nur das Beste für ihre Kinder im Sinn haben, sie lassen ihnen kaum Luft zum Atmen. Die aber brauchen Kinder, um sich selbst ein moralisches Bewusstsein erarbeiten zu können. Meiner Einschätzung nach erzieht man seine Kinder sonst nur zu modernen Pharisäer:innen (seltsam das Wort zu änderncomment image )..

H.S.
H.S.
3 Monate her
Reply to  M.S.

M.S.: Ich stimme bei vielem zu, aber ich denke das mit dem Eingreifen ist etwas, das wir tun müssen (auch jenseits der Verkehrsdiktatur) – es kommt drauf an wie. Ein Kind hat sich nie vor der Existenz für diese entschieden und trotzdem soll ein Ungeborenes irgendwann (bei Ideologen auch schon vor der Befruchtung) Schutzrechte erhalten, weil wir annehmen, dass es einen Lebenswillen hat. Ist genau genommen Blödsinn, macht aber für uns persönlich emotional (evolutionsbedingt) schon Sinn. Genau genommen haben alle Eltern sich über den Willen des Kindes hinweggesetzt – ich bin meinen Eltern trotzdem dankbar. Ich hoffe du verstehst den Punkt, dass ein „unfreiwilliger“ Eingriff grundsätzlich nicht so binär zu betrachten ist. Und das zieht sich dann so weiter durch. Das Kind entwickelt irgendwann eine eigene Wahrnehmung bzw. Ich-Wahrnehmung und lernt seinen Willen (mal abegesehen davon ob und wenn ja, wie frei dieser ist) zu erkennen. Das ist aber zum Beispiel ein langer Prozess und kommt auch nicht einfach über Nacht. Wir haben nicht nur ein Kind ohne Einwilligung zur Welt gebracht, sondern wir sollten auch dem Kind parallel zu seiner Entwicklung beibringen, einen Willen zu erkennen und zu steuern! Das geht nicht ohne Eingriff und Struktur. Wie wir heute aus der Wissenschaft wissen, ist viel von unserem Verhalten zwar in unsere DNA geschrieben (ich empfehle dazu das Buch „Blueprint“ von Robert Plomin), aber die entwickelt sich nicht einfach so „richtig“. Richtig ist natürlich ein langer, langer Begriff und den sollten alle Eltern für sich definieren. Hier gibt es sicher… Weiterlesen »

M.S.
M.S.
3 Monate her
Reply to  Guido

Guido Müller: das mit dem post-mormonischen Schock ist sicher richtig – und sicher brauchen Kinder und Jugendliche Orientierung. Orientierung heißt aber nicht, die einen ›Dogmen‹ mit anderen zu ersetzen. Ein moralisches Bewusstsein entwickelt man kaum, indem man Regeln auf Steintafeln brennt und die dann als neue Normen (Gebote) aufstellt. Mein Vorschlag wäre ja, dass man andere Wege geht. Keine ›Programme‹ oder neue Regelsysteme, innerhalb derer Kinder nur zwischen ›richtig‹ und ›falsch‹ wählen können (auch wenn es anders und neumodischer verpackt wird).
›Erziehungsnazi‹ ist auf jeden Fall mal ne krasse Wortschöpfung…comment image jede:r so, wie er:sie es für richtig hält.. es kommt ja auch gar nicht so sehr auf Lieder oder Gebete an, sondern darauf, ob Herrschaftsstrukturen diskutierbar werden, ob Kinder überhaupt den nötigen Raum erhalten, selbsttätig über moralische Fragen nachdenken zu können. …und da mach ich mir bei dir sowieso keine Sorgen, das Forum hier ist ja mehr oder weniger um den Gedanken der Transparenz und kritischen Auseinandersetzung gebaut..comment image

Guido
Guido
3 Monate her
Reply to  M.S.

M.S.: musste bisschen grinsen beim Lesen…ja du brauchst dir keine Sorgen machen… ich denke wir verstehn uns weitestgehend…nur eines noch: mit Kindern ein bisschen über Ehrlichkeit philosophieren, über Verantwortung in der Sexualität, den Sinn des Lebens, den Sinn von Selbstdisziplin, den Sinn von werweißwas…das heisst nicht, neue Dogmen aufzustellen…oder alte Dogmen mit neuen zu ersetzen…das ist eigentlich vielmehr ein Gespräch auf Augenhöhe mit dem Kind…ein Gespräch das das Kind schätzen wird. Vielleicht ist „lehren“ das falsche Wort, sondern „Gespräch auf Augenhöhe“ mit dem Kind.