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„Unser Weg aus der Kirche in ein neues Bewusstsein“ – Die Geschichte von Bärbel und Johannes

Johannes und Bärbel, ehemals Mitglieder in den Regionen Stade und Braunschweig, haben vor kurzem den Weg in unsere openfaith-Facebookgruppe gefunden, und erzählen von ihrer Bekehrung, ihrer Zeit in der Kirche, den resultierenden familiären Problemen und den Gründen für ihren Ausstieg. Sie fassen außerdem zusammen, was sie für sich aus diesen ganzen Erfahrungen gelernt haben.

Hinweis zum Zweck der Veröffentlichung: openfaith will niemanden von der Kirche abbringen oder zu etwas Anderem bekehren. Der Mensch soll im Zentrum stehen und der Wert des Menschen unabhängig von Organisationszugehörigkeiten. Außerdem soll mit der Veröffentlichung die uns allen innewohnende Fähigkeit gewürdigt und zelebriert werden, mit Gott den individuell richtigen Weg für unser Glücklichsein zu wählen, egal ob innerhalb oder außerhalb der Kirche. Meinungen derjenigen, die hier ihre Geschichten erzählen, werden generell ungefiltert wiedergegeben, wie es den erklärten Grundsätzen der Zweckerklärung von openfaith entspricht.

Bärbel

Wer ich bin und wie meine Familie zur Kirche kam

Manchmal ist es schwer mindestens die Hälfte seines Lebens (denn ich will mindestens 100 werden) in kurze Worte zu fassen, aber einen Versuch ist es wert: Ich wurde 1959 als Zwillingsschwester meines jüngeren Bruders, in Schönberg Kreis Plön geboren und bin vom 2. bis zu meinem 7. Lebensjahr ohne Vater groß geworden. Nachdem meine Mama nochmal heiratete, erfuhr sie kurze Zeit später, als sie mit meinem Halbbruder im 6. Monat schwanger war, dass mein Vater mit dem Schiff von hoher See nicht wiederkehren würde. Die ganze Mannschaft war auf Grönland verschollen. Wir lebten zur damaligen Zeit in Bremerhaven und hier lernte dann meine Mama auch kurze Zeit später durch die Missionare die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage kennen und auch wenn sie zuerst vor der Wahrheit und ihren starken Gefühlen davonlaufen wollte, so schloss sie sich doch kurze Zeit später der Kirche an und mein Bruder und ich wurden auch getauft und mein kleiner Bruder, der dann geboren wurde, erhielt die Kindersegnung. Nach dem Tod meines Vater zogen wir zu meinen Großeltern nach Hesedorf bei Bremervörde. Wir fühlten uns glücklich in der neuen Kirche, aber für meine Mutter war es nicht einfach, denn sie war nun das schwarze Schaf der Familie. Mein Urgroßvater, der Kantor in der evangelischen Kirche war und alle unsere Verwandten kamen mit dem Wandel nicht sehr gut zurecht, verstießen uns aber nicht, sondern behielten weiter liebevollen Kontakt.

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