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„Wir beschlossen, nicht mehr zu kuscheln, und der Bischof ließ uns Freunde bleiben. Dann erlaubten wir uns eine letzte ausgedehnte Umarmung…“

Dies ist die Geschichte von Chris (Name geändert), einem homosexuellen Bruder aus den USA, der vor etwa 10 Jahren in der Deutschland Hamburg Mission diente. Er schildert in Teil 1 seine Jugend, seine Mission und sein schmerzerfülltes und hoffnungsloses Beziehungsleben nach Mission, das ihn unter Anderem zu intensiven Selbstmordgedanken trieb, aber dann letztlich den Nährboden für eine Glaubensveränderung legte. In Teil 2 weiter unten erzählt er, wie sich seine Glaubensansichten und das Verständnis seines eigenen Geschlechts und seiner Sexualität verändert haben.

TEIL 1: MEINE GESCHICHTE

Mein Aufwachsen in der Kirche

Ich weiß nicht, ob sich meine ersten 19 Jahre wirklich von dem unterscheiden, was die meisten Mormonen erleben. Außer vielleicht, dass ich mich seit dem Alter von fünf oder sechs Jahren, wenn nicht schon früher, zu Männern hingezogen fühlte. Einige Leute haben es vermutet, aber niemand außer mir wusste es. Ich habe mich versteckt. Damit niemand meine weiblichen Seiten bemerken würde, versuchte ich, meine Stimme tiefer klingen zu lassen. Ich habe immer versucht, mich nicht feminin zu verhalten. Als Teenager ging ich hier und da an den Rand einer tiefen Depression, aber ich kam zurecht. Diese Gefühle würden verschwinden, oder? Und ich könnte stattdessen in Mädchen verliebt sein!

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