Kindesmissbrauch

Julia (Name geändert): „Ich fand mit der Zeit Wege, um so wenig wie möglich in Räume zu müssen, wo er mich wieder anfassen könnte“

Gemeindehaus Kassel (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Spitzname: Mormonen)

Ich dachte lange Zeit ich müsste still sein, denn sonst würde dieser Bruder, der damals mein Bischof und später Jugendleiter war, in Frage stehen, seine Position in der Kirche und somit auch die Kirche selbst. Uns HLT-Mädchen wurde früh beigebracht, dass wir dazu da sind, Kinder zu bekommen, uns um Familie und Haushalt zu kümmern und dem Mann zu folgen. Auch dies führte dazu, dass ich nicht das nötige Selbstbewusstsein für einen offenen Umgang fand und verschloss das Geschehene in mir. Aber die letzten Monate reifte in mir der Entschluss, dass ich doch darüber reden will. Und zwar um auf ein Problem in dieser Kirchenorganisation hinzuweisen, dass nicht nur im deutschsprachigen Raum viele weitere (stille) Opfer gefordert hat und weiter andauert.

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Umgang mit Kindesmissbrauch bei den Mormonen (HLT) im deutschsprachigen Raum

Guido Müller

Es hört nicht mehr auf…

…da mir im Kirchenkontext mittlerweile sehr glaubhaft und teils auch mit nervenaufreibenden Schreiben der Betroffenen von acht Kindesmissbrauchsfällen allein in Süddeutschland berichtet wurde…und einem weiteren echt super unglücklichen Fall aus der höflich-verschwiegenen Schweiz…und ungefähren Hinweisen auf zahlreiche weitere Fälle wenn man den gesamten deutschsprachigen Raum einschließt…

Gemeindehaus Stuttgart, Bildquelle: weilimdorf.de

Ein paar Gedanken

1. Nein, bei allem Willen den „Glauben“ eines Menschen zu respektieren: ein Krankensegen ist kein probates Mittel, um jemanden von einer pädophilen Neigung zu „heilen“.

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