Universalismus

„Ich darf Gott behalten -auch ohne ein Konstrukt, das mich definiert.“

Community-Beitrag von Nicole Schwab

Bildquelle: Nicole Schwab

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das teilen soll. Nicht, weil ich Angst habe, sondern weil mir wichtig ist, dass meine Worte mit Respekt gelesen werden. Ich möchte niemandem etwas nehmen, sondern einfach meine eigene Reise sichtbar machen. Vielleicht findet sich jemand darin wieder, vielleicht auch nicht, beides ist in Ordnung. Für mich ist es ein weiterer Schritt, mir selbst treu zu sein und auszusprechen, was in mir gewachsen ist.

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Folkhard: „Alle Religionen sind nur ein Teil des Großen – niemals das Große selbst: jeder Mensch soll da wo er ist, schauen, ob er Gott suchen, fühlen und finden kann.“

Folkhard ist in der Gemeinde Selbongen in Ostpreußen aufgewachsen. Mit 14 kam er nach Deutschland. Schon sehr früh in seiner Jugend war er an offenen, tiefgehenden Glaubensgesprächen interessiert . Folkhard ist quasi seit Gründung eng in die Dialoge bei openfaith involviert gewesen und hat die Gespräche regelmäßig bereichert.
Als ich Folkhard 2016 auf dem ersten gemeinsamen Wochenende im Taunus kennenlernen durfte, wurde mir bewusst, warum sowohl viele aktive HLT-Freunde als auch viele ehemalige oder inaktive Mitglieder ihn gleichermaßen respektieren…

Er glaubt, dass alle Religionen und Glaubensgemeinschaften einmal ein „großes Ganzes“ werden – und somit die Leichen im Keller jeder Organisation zwar existieren, aber auch nicht täglich (mit nichtsahnenden HLTs) „Leichenschau“ betrieben werden muss. Diesen Respekt vor unserer Glaubensgemeinschaft und den Gläubigen hat er, obwohl er die vielen Widersprüche und Dissonanzen gut kennt. Ich erinnere mich noch an seinen geistigen Gedanken, bei dem sich so mancher gewünscht hatte, das könnte man öfter hören – auch Sonntags.

Er sagt, die Mitglieder bei ihm vor Ort sind „gute Menschen, auf die ich mich in vielen Dingen verlassen kann, und die da sind, wenn ich ihre Hilfe brauche“. Nicht nur deswegen pflegt er trotz seines umfangreichen Wissens, das er schon lange nicht mehr exklusiv aus kirchlichen Quellen bezieht, einen empathischen und respektvollen Umgang.

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