Zweckerklärung

Der Sinn und Zweck von openfaith:
Verständnis, Heilung, Wachstum und Gemeinschaft für Betroffene von Glaubenskrisen und Glaubensveränderung im deutschsprachigen Raum.

Der Mormonismus bietet über 50.000 Menschen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein religiöses Zuhause. Obwohl manchem Gläubigen oberflächlich betrachtet „alles wohl in Zion“ zu sein schein, gibt es bei Vielen schwerwiegende Fragen, Widersprüche, Konflikte und Krisen.
Weil Schweigen bzw. Schönreden keine Konflikte löst, keine Wunden heilt und keine Fragen beantwortet, wird hier „ungefiltert“ auch über schwierige Themen und Erfahrungen gesprochen. openfaith vertritt eine progressive Ausrichtung: Offene Gespräche werden nicht als Risiko, sondern als Chance für Heilung und Weiterentwicklung gesehen. Dabei hegen wir den Wunsch, dass der Mensch mit seinen Bedürfnissen, und nicht (wie es so oft der Fall ist) nur die Kirche, im Mittelpunkt steht. Wir wollen Liebe, Verständnis und offenen Dialog zur Heilung fördern und nicht „der Kirche schaden“. openfaith vertritt keine eigenen Lehren und Praktiken, ist keine separate Religion und strebt dies auch nicht an. Wir sehen jedoch einen Wert für den Einzelnen darin, einen gesunden Umgang mit religiösen Organisationen zu erlernen.

Verständnis

Das verständnisvolle Zuhören anderer Betroffener und Glaubensgeschwister kann ein wichtiger Baustein zur Heilung sein. Viele Betroffene wünschen sich dieses Verständnis, aber erhalten es in ihrem normalen Umfeld sehr unzureichend, weil die Gespräche über ihre Erfahrungen und Themen vielerorts kirchenkulturell tabu sind. Statt Empathie erfahren sie Vorurteile und Ausgrenzung.

Heilung & Wachstum

Viele Betroffene von Glaubenskrisen tragen für viel zu lange Zeit offene Wunden mit sich herum, die der Heilung bedürfen. Wenn wir ungelöste Schwierigkeiten, Fragen und Zweifel mit uns herumtragen, ist es hilfreich, wenn wir im geeigneten Kontext offen darüber sprechen lernen. Dafür braucht es verständnisvolle Ansprechpartner ohne missionarische Agenda.

Manche Betroffene vermissen im Zuge ihrer Glaubenskrise nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch die Spiritualität, die sie in ihrem traditionellen HLT-Leben erlebt haben. Wir wollen allen Beteiligen durch openfaith eine Möglichkeit bieten, geistige und intellektuelle Impulse miteinander zu teilen und ihr Leben (nach der Glaubenskrise) zu bereichern.

Gemeinschaft

Einige verlieren im Zuge ihrer Glaubenskrise den Kontakt mit anderen Glaubensgeschwistern. Für den Fall dass es sich dabei um Familienmitglieder und Freunde handelt, ist das besonders schmerzhaft. openfaith möchte mit Facebook-Gruppen und organisierten Treffen Betroffene und Unterstützer enger vernetzen. Hier soll man sich in vertrauensvoller, sicherer Umgebung äußern dürfen und trifft hoffentlich auf Gleichgesinnte und Wegbegleiter.

Unsere Facebook-Gruppe schafft auf verschiedenen Wegen den Ausgangspunkt dafür, denn hier werden diese Treffen angekündigt und organisiert. Wir streben keine Parallelkultur an. Somit sind alle zur Facebook-Gruppe und den Treffen eingeladen, die unseren Zweck und die Dialogregeln achten.
Wir freuen uns auf Deine Beitrittsanfrage. Wenn Du in unserer Gruppe bist, sei respektvoll und liebevoll, denn jeder Einzelne dort hat sehr individuelle Hintergründe, die es erst zu verstehen gilt. Nicht nur Betroffene und Unterstützer, sondern auch HLT-Führungskräfte sind eingeladen. Wir wünschen uns einen offenen, aber respektvollen Diskurs.