Persönliche Berichte

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus jüdisch-pharisäischer Perspektive

Ansprache von Bruder Benjamin Trench aus der Gemeinde Singen (28. Dez 2025)

Rembrandts Gemälde zum Gleichnis vom verlorenen Sohn (Bildquelle: Wikipedia)

Aus der traditionellen jüdischen Sicht des ersten Jahrhunderts (also aus der Perspektive der Pharisäer, Schriftgelehrten und der meisten gesetzestreuen Juden zur Zeit Jesu) war das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15,11–32) schockierend, provozierend und an mehreren Stellen geradezu beleidigend für zentrale jüdische Werte und religiöse Empfindlichkeiten. Hier die Aufschlüsselung der Geschichte mit den Punkten, die gegen das pharisäisch-rabbinische Judentum verstießen:

  1. Die Forderung des jüngeren Sohnes: „Vater, gib mir den mir zustehenden Anteil des Vermögens“ (V. 12)
    – Nach jüdischem Recht (Dtn 21,17) durfte ein Vater zu Lebzeiten verteilen, aber der jüngere Sohn hatte kein Recht, es zu fordern.
    – Das ist ungeheurer Chuzpe und Ehrverletzung. Der Sohn sagt im Grunde: „Ich wünschte, du wärst schon tot.“
    – Für Rabbiner eine der schlimmsten Verletzungen des fünften Gebots („Du sollst Vater und Mutter ehren“). Spätere Rabbiner sagten: Ein Sohn, der das Erbe seines noch lebenden Vaters verkauft, verdient, von einer Schlange gebissen zu werden.
  2. Der Vater gewährt die Forderung tatsächlich
    – Ein gerechter jüdischer Vater hätte eine solche Frechheit niemals geduldet. Er hätte den Sohn zurechtgewiesen oder verstoßen.
    – Die Bereitschaft des Vaters wirkt wie die Billigung schwerer Sünde und Ehrverletzung – skandalöse Nachgiebigkeit.
  3. Der Sohn verschleudert das Geld in „ausschweifendem Leben“ und
    hütet schließlich Schweine (V. 13–15)

    – Schweine sind das absolute Symbol der Unreinheit (Lev 11; Dtn 14).
    – Ein jüdischer Junge, der Schweine hütet, ist nicht nur arm – er ist auf die unterste Stufe der rituellen Unreinheit und nationalen Schande gesunken. Viele Juden hätten gesagt: Er hat sich selbst aus dem Bund und aus dem Volk Israel ausgeschlossen (vergleichbar mit dem späteren rabbinischen Begriff des „Meshummad“ – Abtrünniger).
  4. Der Vater läuft dem Sohn entgegen (V. 20)
    – Würdevolle erwachsene Männer, besonders wohlhabende Grundbesitzer, liefen in der antiken Kultur nie – das galt als unwürdig und schändlich (lange Gewänder mussten hochgerafft werden).
    – Dass ein Patriarch öffentlich zu einem stinkenden, schweineberührten Abtrünnigen sprintet, hätte als Selbsterniedrigung des Vaters gewirkt.
  5. Der Vater küsst den Sohn, bevor dieser seine Beichte überhaupt beendet hat (V. 20–21)
    – Der Junge ist noch rituell unrein, riecht nach Schweinen, ist ungewaschen.
    – Nach jüdischem Reinheitsdenken dürfte der Vater ihn nicht einmal berühren, bevor er nicht mikwe-gebadet und Wiedergutmachung geleistet hat. Ihn sofort zu küssen ist rücksichtslos und eine Beleidigung der Heiligkeit.
  6. Der Vater stellt ihn sofort und üppig wieder her – ohne Wiedergutmachung, Opfer oder Buße (V. 22–23)
    – Das beste Gewand, der Ring, die Sandalen und das gemästete Kalb werden sofort gegeben.
    – Die traditionelle jüdische Theologie (und spätere rabbinische Lehre) sah Teschuva (Umkehr) als strengen Prozess: Geständnis, Reue, mögliche Wiedergutmachung, Verhaltensänderung, manchmal Sühneopfer.
    – Hier verlangt der Vater nichts davon. Das wirkt wie billige Gnade und untergräbt das gesamte System von Umkehr und Gerechtigkeit, das die Tora und die Pharisäer verteidigten.
  7. Das Fest mit Musik, Tanz und dem Schlachten des gemästeten Kalbes (V. 23–25)
    – Das gemästete Kalb bedeutet ein riesiges, extravagantes Fest mit Fleisch und Wein – fast ein Opfermahl.
    – Die Rückkehr eines Abtrünnigen zu feiern, bevor er seine Umkehr bewiesen hat, wäre skandalös gewesen. Viele Pharisäer hätten Sprüche 13,24 zitiert („Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn“) oder das Prinzip, dass man sich über einen Sünder erst freut, wenn die Gerechtigkeit erfüllt ist.
  8. Die Reaktion des älteren Bruders wird als verständlich dargestellt, aber er wird sanft zurechtgewiesen (V. 28–32)
    – Aus pharisäischer Sicht hat der ältere Bruder vollkommen recht. Er hat die Tora gehalten, ist treu geblieben, hat den Vater nie entehrt – und jetzt wird dieser schweinehütende Abtrünnige gefeiert?
    – Der Satz des Vaters „dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden“ hätte für viele Juden wie Hohn geklungen gegenüber dem deuteronomischen Prinzip, dass bestimmte Sünden jemanden für immer aus dem Volk ausschließen (z. B. der
    „widerspenstige und rebellische Sohn“ in Dtn 21,18–21, der gesteinigt werden soll).
    – Das Gleichnis endet damit, dass der treue ältere Bruder draußen steht und der Vater ihn bittet – mit der Implikation, dass die Pharisäer (die Figur des älteren Bruders) ihre Haltung ändern müssen. Das ist eine direkte Herausforderung und Beleidigung ihres Verständnisses von Gerechtigkeit.
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„Als ich zum ersten Mal begriff, dass Schweigen lauter sein kann als Schreie“

Gemeindehaus Köln (Bildquelle: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage)

Von Tanja (Name geändert)

Ich war zwölf Jahre alt, als ich zum ersten Mal begriff, dass Schweigen lauter sein kann als Schreie. Der Missbrauch in meiner scheinbaren HLT-Bilderbuchfamilie, in der alle aktiv zur Kirche gingen, begann leise, fast unsichtbar, und doch veränderte er alles, was ich über Nähe, Vertrauen und Sicherheit glaubte. Ich war ein Kind und verstand nicht, was geschah – nur, dass es falsch war und dass niemand eingriff.

„Wenn man dann doch sprach, machte man mich verantwortlich – ein Kind“

Am schlimmsten waren nicht nur die jahrelang andauernden und ständig wiederkehrenden sexuellen Übergriffe meines Bruders selbst, sondern die Reaktionen derer, zu denen ich eigentlich hätte laufen können. Meine Eltern sahen weg. Wenn ich versuchte, Worte zu finden, wich man meinem Blick aus. Und wenn man doch sprach, dann machte man mich verantwortlich – ein Kind. Ich lernte früh, dass mein Schmerz etwas war, das man besser verdrängte, um den äußeren Schein zu wahren.

In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an einen Bischof. Ich dachte, die Kirche sei ein Ort, an dem man gehört wird. Ein Ort, an dem Erwachsene helfen, wenn man selbst keine Kraft mehr hat. Aber auch dort stieß ich auf Schweigen, Ausflüchte und eine Haltung, die mich erneut alleinließ. Man hörte zu, ohne wirklich zuzuhören. Man hätte handeln können – aber tat es nicht.

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„Ich darf Gott behalten -auch ohne ein Konstrukt, das mich definiert.“

Community-Beitrag von Nicole Schwab

Bildquelle: Nicole Schwab

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das teilen soll. Nicht, weil ich Angst habe, sondern weil mir wichtig ist, dass meine Worte mit Respekt gelesen werden. Ich möchte niemandem etwas nehmen, sondern einfach meine eigene Reise sichtbar machen. Vielleicht findet sich jemand darin wieder, vielleicht auch nicht, beides ist in Ordnung. Für mich ist es ein weiterer Schritt, mir selbst treu zu sein und auszusprechen, was in mir gewachsen ist.

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„Gnade und Wahrheit sind kein exklusiver Besitz. Sie fließen dort, wo Menschen aufrichtig suchen – ob in der Kirche, im buddhistischen Tempel oder am Shintō Schrein“

Community Beitrag von Gwen

Bildquelle: Gwen

Ich sitze still auf einer Bank der Gemeinde in Osaka, die mich eingeladen hat, sie zu besuchen und kennenzulernen.

Die Sonne fällt durch die Fenster, auf die Gesichter der Menschen, die mich einladen, hier zu sein. Sie singen, beten, lachen, und ich spüre sofort: Hier lebt Christus. Der heilige Geist ist stark. Im Lobpreis, der Anbetung, in der Predigt. Kein Zweifel. Kein Zaudern.

Doch dann sehe ich, wie sie nach dem Gottesdienst nach draußen eilen, Laternen, Tōrō Nagashi, vorbereiten für das Ende des Obon-Fest.

Sie verbeugen sich vor den Ahnen, zünden Kerzen an, erzählen mir wie selbstverständlich, dass die Geister der Verstorbenen willkommen sind, wie sie Bon-Odori tanzen und ihre Hausaltäre geschmückt haben – und ich merke, wie mein Herz stolpert.

„Ich denke: viele überzeugte Christen würden die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sagen: Dämonisch. Irrweg. Gefahr. Und einen Exorzismus planen. Diesen Menschen Wahrheit, Glauben und Errettung absprechen. Aber ich sehe hier nur Hingabe. Ernsthaftigkeit. Respekt. Liebe.“

Ich denke: viele überzeugte Christen würden die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sagen: Dämonisch. Irrweg. Gefahr. Und einen Exorzismus planen. Diesen Menschen Wahrheit, Glauben und Errettung absprechen.

Aber ich sehe hier nur Hingabe. Ernsthaftigkeit. Respekt. Liebe.

„Gnade und Wahrheit sind kein exklusiver Besitz. Sie fließen dort, wo Menschen aufrichtig suchen – ob in der Kirche, im buddhistischen Tempel oder am Shintō Schrein“ weiterlesen

Julia (Name geändert): „Ich fand mit der Zeit Wege, um so wenig wie möglich in Räume zu müssen, wo er mich wieder anfassen könnte“

Gemeindehaus Kassel (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Spitzname: Mormonen)

Ich dachte lange Zeit ich müsste still sein, denn sonst würde dieser Bruder, der damals mein Bischof und später Jugendleiter war, in Frage stehen, seine Position in der Kirche und somit auch die Kirche selbst. Uns HLT-Mädchen wurde früh beigebracht, dass wir dazu da sind, Kinder zu bekommen, uns um Familie und Haushalt zu kümmern und dem Mann zu folgen. Auch dies führte dazu, dass ich nicht das nötige Selbstbewusstsein für einen offenen Umgang fand und verschloss das Geschehene in mir. Aber die letzten Monate reifte in mir der Entschluss, dass ich doch darüber reden will. Und zwar um auf ein Problem in dieser Kirchenorganisation hinzuweisen, dass nicht nur im deutschsprachigen Raum viele weitere (stille) Opfer gefordert hat und weiter andauert.

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„Was soll ich noch beachten bevor ich mich taufen lasse?“

Community Beitrag von Anonym

Bildquelle: Presseseite HLT-Kirche

Guten Abend,

kurz zu mir: Ich bin 18 Jahre alt und seit einem Jahr ein „Investigator“ in der Kirche. Ich habe bereits Teile des CES Letters gelesen und mir die Videos von Alyssa Grenfell angesehen. Die darin geäußerte Kritik konnte ich entweder mit dem Faithful Reply to the CES Letter oder durch eigenes Nachdenken klären.

Ich habe viel im Buch Mormon gelesen und mehrmals darüber gebetet. Ich denke, dass die Kirche wahr ist.

Was sollte ich noch beachten, bevor ich mich taufen lasse?
(Antworten der OF-Community in den Kommentaren)

Die Wahrheit macht frei: Meine Jahre bei den Mormonen und der lange und schmerzvolle Ausstieg

Ein Beitrag von Siegfried Herrmann

Siegfried Hermann erzählt seine Geschichte

Wenn ich heute über meine Mitgliedschaft bei den Mormonen nachdenke, erfüllt mich dies mit Unverständnis und Betroffenheit. Ich frage mich, wie ich diese Organisation über so lange Zeit zum Mittelpunkt meines Lebens machen konnte. Heute, nachdem ich im Zug
meiner Nachforschungen dutzende von Büchern und tausende von Seiten gelesen und auch die unerfreulichen Aspekte dort erlebt habe, halte ich diese Organisation nicht nur für unehrlich und unchristlich, sondern für durchweg korrupt und betrügerisch. Ich bereue, dass ich so viel Zeit und Energie in diese Organisation gesteckt habe. Und ja, es reut mich auch das viele Geld, das ich gespendet habe. Erklären kann ich mir das nur mit einer gewissen Blindheit, die dort verordnet wird und die man sich in gewissem Maß auch selbst verordnet. Wer in so einem System aufwächst und erzogen wird, hat es besonders schwer, sich von dieser Blindheit frei zu machen. Alle Sekten machen abhängig, sie wollen und müssen dies um ihre Ziele zu erreichen, auch wenn sie, wie die Mormonenkirche, verbal die Entscheidungsfreiheit propagieren. Sie arbeiten über unser Unterbewusstsein: Schuld und Angst sind ihre wichtigsten Mittel um Gehorsam und Abhängigkeit zu erreichen. Eine Programmierung, von der sich ein Mitglied mit zunehmender Dauer immer schwerer lösen kann.

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„Probleme mit dem Jesaja-Text des Buches Mormon warfen schwerwiegende Fragen für mich auf“

Community-Beitrag von Siegfried Herrmann

Bildquelle: Pressefoto der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Spitzname: Mormonen)

Vor 20 Jahren bin ich aus der Mormonenkirche ausgetreten. Ich möchte hier mit euch teilen, mit welcher Frage alles bei mir angefangen hat:

Ich stieß auf ein Problem, das die Authentizität des Buches Mormon in Frage stellt

Im Laufe meines Germanistik-Studiums lernte ich irgendwann, wie Texte vor der Erfindung des Buchdruckes handschriftlich überliefert wurden, welche Fehler dabei auftraten und wie man nach den Methoden der heutigen Textkritik die ursprünglichen Texte zu rekonstruieren versucht. Als ich diese Erkenntnisse auf den Jesaja-Text im Buch Mormon anwandte, stieß ich zum ersten Mal durch eigene Nachforschungen auf ein Problem, das die Authentizität des Buches Mormon in Frage stellt. Obwohl das in der Kürze nicht ganz leicht zu erklären ist, versuche ich es hier dennoch: Generell ist bei handgeschriebenen Texten – was alle Texte bis ins 15. Jhd. waren – eine Kopie dem Original umso ähnlicher, je älter sie ist. Je mehr Abschriften von Abschriften, desto mehr Fehler treten auf – verständlicherweise.
Nun lebte Jesaja ca. 700 v. Chr., unsere älteste Kopie dieses Buches stammte für lange Zeit aus dem 10. Jhd. n. Chr. Da Lehi Jerusalem 600 v. Chr. verlies, musste sein Jesaja-Text auf dem Messingplatten der orginalgetreueste sein, vermutlich hat damals das Original sogar noch existiert. Das könnte erklären, wie die vielen Veränderungen im Jesaja des BM gegenüber der Bibel zustande kamen: der Text wurde in über eineinhalb Jahrtausenden so stark abgeändert, dass vieles einen völlig anderen Sinn erhielt. Soweit so gut.
Die Sache wird aber problematisch, wenn man nun die Schriftrollen vom Toten Meer in Betracht zieht. Die nämlich enthielten eine vollständige Jesaja-Rolle – datiert auf das 1. Jhd. v. Chr. Nach allen Regeln der Textüberlieferung müsste dieser Text vom Toten Meer am meisten mit dem Text des BM übereinstimmen. Tut er aber nicht – ganz im Gegenteil. Von den vielen Änderungen im BM gegenüber der Bibel enthält der Jesaja-Text vom Qumran nicht eine einzige! Dagegen stimmen Bibel-Jesaja und Tote-Meer-Jesaja zu 99,9 Prozent überein. Und was das Ganze noch problematischer macht: An einigen wenigen Stellen konnte der Text der Bibel durch die Jesaja-Rolle vom Toten Meer verbessert werden – eben Überlieferungsfehler. Diese Fehler wiederum sind im BM alle vorhanden – ausnahmslos.

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„Die Kirchengeschichte wird neu geschrieben, ohne korrigiert zu werden: zweifellos ist das Gaslighting“

Von Claudine und Michael Gallacher

Was ist Gaslighting und wie sind neue historische Aussagen der Kirchenorganisation in den „Abhandlungen zu Evangeliumsthemen“ einzuordnen?

Hast Du auch gelacht, als die BYU „geringe Nachfrage“ als Grund dafür angab , dass sie bis 2017 keine koffeinhaltigen Getränke verkauft hat? Das haben wir. Die Studenten baten nämlich schon seit vielen Jahren wiederholt um Koffein.

In der Erklärung der BYU wurde die Tatsache völlig umgangen, dass der Koffeinkonsum innerhalb der Kirche ein umstrittenes Thema ist. Indem die BYU die langjährige Kontroverse darüber, ob Koffein gegen das Wort der Weisheit verstößt, nicht anerkannte, implizierte sie, dass die Entscheidung, koffeinhaltige Limonade zu verkaufen, genauso unauffällig war wie die Entscheidung, einen Taco Bell auf dem Campus zu eröffnen.

Das ist nicht die Realität. Koffeinhaltige Getränke an der BYU sind eine bemerkenswerte Veränderung. So zu tun, als wäre es nicht so – nun, das ist Irreführung.

Was ist Gaslighting?

Das Wort stammt aus dem Theaterstück Gas Light von 1938, in dem es um einen Mann geht, der versucht, seine kriminellen Aktivitäten zu verbergen, indem er seiner Frau vorgaukelt, sie würde verrückt werden. Als durch seine Handlungen das Gaslicht in ihrer Wohnung schwächer wird, besteht er darauf, dass sich nichts geändert hat, und sagt ihr, dass sie sich das nur einbilden muss.

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Analyse des Berichts: „Persönliche Glaubenskrise bei HLTs“

Von Mike (LDSDiscussions.com)

Im Jahr 2013 führte ein Team von Wissenschaftlern und Experten innerhalb der Kirche (wir wissen nicht genau, wer der Gruppe angehörte) für die Kirche eine Umfrage unter mehr als 3.000 Mitgliedern durch, um herauszufinden, was ihre Glaubenskrise verursacht hat, wo sie heute stehen und was sie über die Kirche denken, nachdem sie die Fakten erfahren haben, die ihnen als Mitglieder nicht beigebracht wurden. Der Bericht wurde dann Dieter F. Uchtdorf vorgelegt und an die Q15 weitergegeben. Wir wissen nicht genau, was genau vor oder nach der Durchführung der Umfrage passierte, und wir möchten im Voraus anmerken, dass es sich nicht um einen direkt in Auftrag gegebenen Bericht handelt, zumindest nicht in „offizieller“ Weise.

Es handelt sich um ein 67-seitiges Dokument, aber wir wollten einige Punkte hier hervorheben, weil es eines der wichtigsten und aufschlussreichsten Kirchendokumente ist, das Sie sehen werden, und weil es mich, der ich selbst eine Glaubenskrise durchgemacht habe, in einer Weise trifft, die ich nicht erwartet hatte.

In der Tat möchte ich von vornherein sagen, wie schwierig es war, dies als jemand zu lesen, der die Kirche verlassen hat, aber Familie hat, die in der Kirche ist, und wie schmerzhaft es ist, die Mechanismen dieses Berichts zu sehen und gleichzeitig so viele Befragte zu lesen, die ähnliche Situationen durchmachen. Ich hoffe, dass jeder, der diesen Beitrag liest und ein gläubiges Mitglied ist, diesen Beitrag unvoreingenommen lesen kann, denn für mich ist dies eines der augenöffnendsten Dinge, die ich gelesen habe, seit ich begonnen habe, die Kirche zu erforschen, und es fällt mir wirklich schwer, diese Informationen zu verarbeiten. Aber ich werde mein Bestes tun, um hier einige Punkte hervorzuheben und Links anzugeben, wo weitere Informationen zu finden sind.

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