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Diskussion der FSY-Regeln: „Steht der geforderte Einheitslook nicht im Widerspruch zu einem Gott der Vielfalt, der niemanden abweist?“

Eine Teilnehmerin unseres openfaith-Wochenendes erzählte uns nach der Veranstaltung, dass sie gestern für ihre Tochter zum ersten Mal eine Einladung zum FSY-Treffen erhalten habe, und zeigte mir sehr verwundert die peniblen Regeln für die äußere Erscheinung. Nachdem sie das durchlas, tendierte sie dahin, ihre Tochter doch nicht hin zu schicken. Obwohl sie eine gläubige HLT mit wunderbaren Kindern ist, die zur Kirche gehen. 
Das (für mich erstaunliche) Problem: eines ihrer Kinder hat einen Teil ihrer Haare etwas auffälliger („unnatürlich“) gefärbt. So würde sie dort gegen die Richtlinien verstoßen…und ihrer Tochter wäre es extrem schwer zu vermitteln, dass sie für ein solches Treffen ihre Haare umdekorieren müsste. Was ich verstehen kann..es sind JUGENDLICHE um die es sich hier handelt….

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Analyse: „Sie können die Kirche verlassen, sie aber nicht in Ruhe lassen“

“Sie können die Kirche verlassen, sie aber nicht in Ruhe lassen” – oder auf englisch „They can leave the church but they can’t leave it alone.“

Dieser Satz steht für eine Denkweise oder einen Vorwurf, mit dem viele hinterfragende und ehemalige Mitglieder von ihren traditionell kirchengläubigen Mitmenschen konfrontiert werden. Dahinter steht die Annahme, dass jemand aus niederen Instinkten heraus weiterhin die Beschäftigung mit der Kirche sucht, obwohl man sich bereits abgewandt hat. Gleichzeitig steckt darin die Erwartung, dass man die Kirche einfach still verlassen sollte, ohne eine offene Aufarbeitung mit den „noch“ gläubigen Mitmenschen. In diesem Artikel wird darauf eingegangen, was dieser Denkansatz in einem Menschen auslöst und was daran kritisch zu bewerten ist.

Adaptiert und übersetzt mit Genehmigung aus einem Artikel von Dr. John Dehlin
(https://www.mormonfaithcrisis.com/why-you-cant-and-shouldnt-leave-the-mormon-church-alone/ )

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Sven: „Es ist gut, sich den Realitäten zu stellen und keine Angst vor eigenen Gedanken, Erfahrungen und dem Verstand zu haben – gerade weil diese von Gott gegeben sind.“

Sven erzählt hier ausführlich seine Glaubensreise, die voller Schwierigkeiten, aber auch voller Überraschungen war – und bislang für ihn ein Happy End hatte. Er ist seit seiner Kindheit Mitglied der Kirche gewesen, erlebte aber schon recht früh zahlreiche Dissonanzen und Widersprüche. Auf Mission in Süddeutschland wurde er unter anderem als Zonenleiter Zeuge der „Afrikaner-Taufen“-Phase, einer Zeit wo Deutschland nach seinen Angaben die höchsten Wachstumsraten der Kirche vorweisen konnte. Widersprüchliche Erlebnisse wie diese, die später für ihn in einer Loslösung von der Kirche mündeten, hatte er zahlreiche.
Der Abschied von seiner Religion war dennoch wie er sagt „psychisch ein extrem schmerzlicher Prozeß“, unter Anderem weil er stark verwurzelt im Glauben aufgewachsen ist und so viele Aspekte seines Lebens und seines Denkens davon beeinflusst waren.

Sven hat zwei Mal seine Frau geheiratet. Heute ist Sven Familienvater von zwei bezaubernden Kindern und als Teilhaber einer Firma im Raum München geschäftlich erfolgreich. Sein Vater ist Patriarch im Pfahl Heidelberg. Aufmerksam wurde ich auf Sven über einen Artikel im Netz, den ich vor vielen Jahren von ihm las, in dem er sagte: „Ich bin mir sicher, daß der Mensch vor allem sich selbst, einem Gott und auch anderen gegenüber ehrlich sein muss, sonst wird sein Leben am Ende nicht viel Wert sein.“ Das Interview wurde geführt von Guido Müller.

Vielen Dank Sven, dass Du Dir die Zeit nimmst, uns mehr von Dir und Deiner Glaubensreise zu erzählen. Im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen Mitgliedern, bist Du immer noch gerne im Gespräch mit HLTs jeglicher Couleur, was ich sehr angenehm finde. Woher kommt das bei Dir?

Die Frage wird mir öfter gestellt – da gibt es verschiedene Facetten. Auf der einen Seite bin ich durch mehrere Generationen Mitglieder in meiner Familie (mütterlicherseits) geprägt. Zudem war ich sehr aktiv bis ich ca. 30 Jahre alt war. Manche Mitglieder “schlittern” ja in die Inaktivität und lösen sich so langsam und verabschieden sich auch kulturell. Bei mir war es ein harter Schnitt. Das wäre aber noch kein Grund der Kirche verbunden zu bleiben. Bei uns zu Hause war Religion immer auch mit einer besonderen Art der Familienzusammengehörigkeit verbunden, auch mit “anders sein” auf was wir stolz waren – zudem vermittelten uns meine Eltern und meinen drei Geschwistern viel Liebe. Für manche bedeutet das Enge, für mich war es eher Geborgenheit. Wir fühlten uns trotz eher konservativer Kirche eher „modern“.
Warum ich nach meinem Austritt dann schon recht früh angefangen habe, zweifelnden Mitgliedern die auf mich zukamen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, hängt sicher damit zusammen, dass ich mich grundsätzlich als empathischen Menschen sehe – und meine zweijährig andauernde Glaubenskrise war von innerer Einsamkeit geprägt. Ich konnte mich eigentlich mit niemanden austauschen, außer glücklicherweise dann ein paar kritischen Geistern im Internet. Da wollte ich einfach für die Leute da sein und mich nicht “vom Acker machen”. Zudem gab es um 2000 herum wenige die sich als „Aussteiger“ outeten.
Anfangs war es sicher auch ein bisschen Missionsgeist, ich wollte meine neuen Erkenntnisse auch teilen. Aufgedrängt habe ich mich eher nicht, soweit ich mich erinnere. Ein Teil ist sicher auch “Sturheit” – meine Familie kommt ursprünglich aus Ostpreussen und Sachsen – man lässt sich da von seinen Wurzeln nicht einfach vertreiben – natürlich haben damals viele gemeint, dass ich nicht ablassen kann von der Kirche weil mein Zeugnis noch da ist. Aber es gibt Dinge die interessieren mich einfach über Jahre mit Leidenschaft, wie ein Hobby z. B. Totalitarismus, Islam, Politik usw.. Die Kirche wird in Teilen wie ein Stamm geführt (siehe auch patriarchalischer Segen). Selbst wenn dein Stamm und die Mechanismen dir schaden, fühlst du dich verbunden – und ich persönlich weigere mich meine Wurzeln zu verleugnen.

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„Evangelium und Kirche“ von Elder Ronald Poelman: die ungekürzte Generalkonferenz-Ansprache

In unserer Facebook-Gruppe entstand der Wunsch, die unzensierte Ansprache „Evangelium und Kirche“ des Siebzigers Ronald Poelman aus der Herbst-Generalkonferenz 1984 auf deutsch verfügbar zu machen. Seine Ansprache hilft Zuhörern, eine gesunde Trennung von Evangelium und Kirche vorzunehmen, die vor falschen Erwartungen und Verurteilungen schützt. Außerdem hilft sie Gläubigen, sich selbst mehr Freiheit für persönliche Inspiration und Interpretation zu gewähren. Die ursprüngliche Ansprache von Poelman lässt Mitgliedern Raum dafür, gemäß individueller Inspiration eine Evangeliums- und Gott-bezogene Orthodoxie zu entwickeln, und warnt vor den ungesunden Folgen einer primär kirchenkulturellen, organisationsbezogenen Orthodoxie.
Leider wurde die Original-Ansprache vor der Veröffentlichung drastisch nacheditiert oder wenn man so möchte: zensiert. Da wir aber speziell die gestrichenen Inhalte für sehr förderlich halten, stellen wir es hier inkl. aller gestrichenen Passagen in einer deutschen Übersetzung gegenüber. Wir meinen es hilft Lesern, einen gesunden Umgang mit religiösen Organisationen zu erlernen. Ein großes Dankeschön an Folkhard Konietz für die teilweise Übersetzung und Aufbereitung des deutschsprachigen Dokuments.

Elder Ronald Poelman: links in seiner Original-Ansprache, rechts vor leeren Rängen im Tabernakel…mit einer redigierten Version

Entstehung der zwei Versionen

Weil Poelmans Ansprache von ein paar Mitgliedern per VHS-Video-Kassette während der Live-Ausstrahlung aufgenommen wurde, existieren zwei verschiedene Versionen der Ansprache. Die erste wurde wie angedeutet live auf der Generalkonferenz gegeben, aber dann im ursprünglichen Wortlaut nicht veröffentlicht. Sie ist nur bekannt geworden, nachdem einige Mitglieder die in den Kirchenmedien veröffentlichte Version gesehen haben und deutliche Unterschiede feststellten. Ihre vorher angelegte VHS-Kopie ermöglichte einen genauen Vergleich. Um für die Veröffentlichung wieder eine Aufzeichnung zu erstellen, musste Elder Poelman die zensierte, redigierte Ansprache erneut im Tabernakel halten – vor leeren Rängen. Die redigierte Version wurde dann schlussendlich im Ensign / im Stern und auf den Medienseiten der Kirche veröffentlicht. (Der Stern, 111.Jahrgang)

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Renate: „Ich hoffe [meine Liebsten] verstehen, dass ich immer nach Wahrheit gesucht habe und ihr gefolgt bin, da wo ich sie gefunden habe“

Renate Reading aus Bern wurde geboren in eine schicksalsgeprüfte Familie, die nach eindrucksvoller Bekehrungsgeschichte bereits in der dritten Generation mit der Kirche verbunden war. So wuchs Renate als Mitglied der Kirche auf und wurde zu einer Mormonin, die sich mit ganzem Herzen einbrachte. Obwohl sie sich stets sehr bemühte, eine gute Heilige der Letzten Tage zu sein, hatte sie in ihren jungen Jahren noch mit diversen Schwierigkeiten und Widersprüchen zu kämpfen – jedoch immer, ohne den Glauben ihrer Kindheit grundsätzlich in Frage zu stellen. Ihre Vollzeitmission leistete sie in Irland ab und erlebte dort eine strukturelle Unterordnung den männlichen Kollegen gegenüber.
Später studierte sie an der BYU, heiratete dort ihren heutigen Mann Bill und gestaltete den Start ihrer beruflichen Karriere erfolgreich in den USA, bis sie und Bill dann in die Schweiz zurückkehrten, wo sich später ihre Sicht auf die Kirche grundlegend änderte. Die Geschichte von Renate ist an vielen Stellen schmerzhaft, aber spendet auch viel Hoffnung!

Danke, dass Du offen bist, um uns an Deiner Geschichte teilhaben zu lassen!
Du bist neben diesem Interview hier auch im Gespräch mit weiteren Medien, unter Anderem mit Mormon Stories und der Neuen Züricher Zeitung. Was hat Dich nach all den Jahren nun dazu bewegt, Deine Geschichte erzählen zu wollen?

Das ist eine gute Frage. Ich habe gemerkt, dass es mir hilft, wenn andere ihre Geschichte erzählen. Ich habe mir viele interessante und bewegende Geschichten angehört auf Mormon Stories und jede hat mir etwas anderes gegeben: manchmal Mut, manchmal Hoffnung, manchmal das Gefühl, nicht alleine zu sein, manchmal Trost. Irgendeinmal genügte es mir nicht mehr, einfach nur andern zuzuhören und von ihrem Mut und ihrer Offenheit zu profitieren. Ich wollte etwas zurückgeben! Besonders jetzt, wo es mir langsam besser geht, möchte ich andern Hoffnung machen, dass es Licht gibt am Ende des Tunnels. Wenn ich mich in die Arena stelle und meine Wahrheit sage, dann gibt das andern vielleicht den Mut dasselbe zu tun. Vor allem da ich eine ganz gewöhnliche Frau bin, einfach eine wie sie.

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Generalkonferenz-Reaktionen: Offener Brief von John Bonner an Elder Oaks

Folgender Brief wurde von John Bonner an Elder Oaks verfasst – in Reaktion auf seine Generalkonferenz-Ansprache am 6. Oktober 2018. Mit seiner Zustimmung wird der bewegende Brief, der unter Anderem das Schicksal des homosexuellen Enkels von Elder Oaks andeutet, hier in einer deutschen Fassung dargeboten.

 

Lieber Elder Oaks,

Ich habe heute Morgen Ihre Rede zur Generalkonferenz gesehen. Sie sagten: „Aus unserer Sicht sind die höchsten Schätze auf der Erde und im Himmel unsere Kinder und unsere Nachkommenschaft.“ Das ließ mich an die Erfahrungen denken, die ich mit Ihren Kindern und Enkeln in der vergangenen Woche gemacht habe.

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Sam Youngs Verteidigungsrede im Disziplinarverfahren: „Was ist wichtiger – der Schutz der Kirchenführer oder der Schutz unserer Kinder?“

Sam Young wurde am 9. September 2018 vor einen Disziplinarrat der Kirche gestellt infolge seines Aktivismus zum Schutz von HLT-Kindern vor sexuellen Übergriffen innerhalb der Kirche.
Er setzte sich energisch dafür ein, dass in privaten Interviews mit Kirchenautoritäten keine sexuell expliziten Fragen mehr gestellt werden dürfen und dass diese Interviews bei Minderjährigen nur noch mit einem zweiten Erwachsenen im Raum stattfinden dürfen.

Gestern am 16. September verlas Sam die Nachricht, dass er tatsächlich exkommuniziert ist. Hier beschreibt er kurz seinen Disziplinarrat und gibt auch seine Verteidigungsrede wider, die ich mit seiner Genehmigung hier in einer von mir erstellten deutschen Übersetzung veröffentliche. Damit soll Sam Young für seinen unermüdlichen Einsatz für sexuelle Missbrauchsopfer Anteilnahme zuteil werden und seiner Sache auch im deutschsprachigen Raum mehr Aufmerksamkeit verschafft werden. Ich reihe mich mit Sam ein und appeliere damit ebenfalls an die Kirche, sich für die mittlerweile fast tausend Fälle sexuellen Missbrauchs, die Sams Wirken ans Tageslicht gebracht hat zu entschuldigen und Kinder endlich effektiv vor Sextätern innerhalb der eigenen Reihen zu schützen.

***WARNUNG: SEXUELL EXPLIZITE INHALTE***

Sams Einleitung

Das Tribunal ist nun vorbei. Der 9. September 2018 wird in die Geschichte eingehen. Aber, unser Anliegen, mormonische Kinder zu schützen, wird das nicht.

Der Rat dauerte nur 1 1/2 Stunden. ES WURDE [VOR ORT] KEINE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN. Das Ergebnis sollte mir „in ein paar Tagen“ per E-Mail zugesandt werden.

Sobald das Urteil verkündet ist, werde ich Ihnen mehr über das Verfahren erzählen. Alles in allem fühlte ich mich bei der ganzen Sache sehr gut. Die Stimmung der Gerichtsmitglieder war zu Beginn düster. Später zum Ende hin lockerte es sich etwas auf. Vorher lagen meine Chancen bei 1 zu einer Million bei einer Entlastung von den Vorwürfen. Danach würde ich sagen lagen sie bei 2 zu 1 Million.

[…] 45 Minuten waren meine vorgesehene Zeit. Ich hatte am Ende noch ein paar Minuten übrig. Meine Rede wurde mit viel Emotion gehalten. Manchmal feurig – manchmal tränenreich.

Sams Verteidigungsrede

Sehr geehrter Präsident _______,

Danke, dass Sie diesen Rat einberufen haben. Er hat jedem Mann, der an diesem Tisch sitzt, eine einmalige Gelegenheit geboten. Allein durch die Einberufung des Rates, unabhängig vom Ergebnis, haben Sie das Bewusstsein für meine Sache auf eine neue Ebene gehoben. Sie haben das Leben von Kindern durch die öffentliche Aufmerksamkeit gerettet, die dieses Verfahren bereits erzeugt hat.

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Eheprobleme innerhalb von Mitgliederfamilien: Wenn der Partner nicht (mehr) an die Kirche glaubt

Einige berichten von familiären Problemen, die in ihrer Ehe zu einem noch kirchentreuen Partner auftreten, wenn sie eine Glaubensveränderung oder Glaubenskrise durchlaufen.
Was für Probleme treten auf? Welche Auswirkungen können diese Probleme haben? Geraten dadurch potenziell Beziehungen in Gefahr? Wir lassen drei Betroffene offen ihre Erfahrungen mitteilen. (Namen geändert)

Monika

Mein Glaubensänderungsprozess hat zu einer großen Spannung in meiner Ehe geführt. Eines der größten Probleme ist, dass mein Mann glaubt, dass meine Identität als „guter Mensch“ mit gesunden Grundwerten untrennbar von meiner Tätigkeit in der Kirche abhängig ist. Er meinte im Grunde genommen dass der einzige Weg, ein „guter“, emotional stabiler, glücklicher Mensch zu sein, bedeutet, in der Kirche eingebunden zu sein. Wenn die Kirche aus dem Blickfeld gerät, ist er extrem gestresst, dass ich in eine Art allgemeine moralische Verderbtheit versinken werde.

„Wenn die Kirche aus dem Blickfeld gerät, ist er extrem gestresst, dass ich in eine Art allgemeine moralische Verderbtheit versinken werde.“

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„[Mein Vater] fügte hinzu, dass ich dann nicht in der Ewigkeit mit meiner Familie zusammen sein kann“

Dieser persönliche Bericht stammt von einem jungen Mitglied unserer offenen Gesprächsgruppe, das gerne anonym bleiben möchte:

Tieferes Nachsinnen auf Mission

Ich habe erst auf Mission angefangen über die HLT-Lehre nachzudenken und war auch bestrebt ein Zeugnis zu erlangen (als Jugendlicher war ich nur wegen meinen Eltern und Freunden in der Kirche, Gedanken habe ich mir nie darüber gemacht). Ich habe das Buch Mormon 5x und das Neue Testament 2x gelesen. Ich habe mich jeden Abend hingekniet und gebetet. Ich habe oft das Gleiche gesprochen, denn ich wollte eine Bestätigung durch den Heiligen Geist, dass das Buch Mormon und folglich auch die Kirche wahr sind. Leider hatte ich nie eine Antwort bekommen, ich hatte das Gefühl dass meine Gebete nur bis zur Zimmerdecke reichten. Ich fragte mich sehr oft ob es an mir liege, ob ich zu stolz bin oder auch nicht bereit bin Gott bzw. Jesus Christus anzunehmen. Nach vielen Zweifeln und Versuchen hatte ich mich dazu entschieden die Mission abzubrechen und ich wollte auch mit der Kirche Schluss machen.

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